100 Jahre Einsamkeit? Oder: Wie der absurde Ausnahmezustand zum normalen Dauerzustand wird

Auch für den Titel meines zweiten Blogeintrags zum allgegenwärtigen C-Thema bemühe ich wieder Gabriel García Márquez, denn wie „100 Jahre Einsamkeit“ fühlt es sich langsam wirklich an. Wobei man ja zwischen „einsam“ und „allein“ unterscheiden muss. Das ZEIT Magazin vor zwei Wochen wählte den schönen, passenden Titel zu den gegenwärtigen Maßnahmen: „Nie war es so wichtig, gemeinsam allein zu sein.“

Seit meinem letzten Eintrag vor etwa zwei Wochen ist Einiges geschehen und so möchte ich hier wieder meine Beobachtungen und Gedanken teilen:

Die Ruhe vor dem Sturm vs. Sturmflut

Hatte sich in den ersten Tagen nach Schließung aller Kultureinrichtungen und nicht überlebensnotwendiger Geschäfte und der Verlagerung meiner Arbeit ins Homeoffice noch eine tiefe Gelassenheit ob des fehlenden Zeit- und Termindrucks breitgemacht, hat sich das Blatt nun mittlerweile um 180° gewendet – zumindest im beruflichen Kontext: Wir erfahren eine regelrechte „Sturmflut“ an Anfragen bezüglich unserer Onlinelernplattform, auf die wir nun auch versuchen, Online-Lerninhalte zum Thema Corona bereitzustellen. Manchmal bin ich schon mittags von den vielen Videokonferenzen völlig erschöpft und merke, mit wie viel mehr Kommunikationsaufwand die reine Onlinekommunikation verbunden ist. In täglichen virtuellen Stand-Up-Meetings mit meinem Team berichtet jede*r, an was er gerade arbeitet und wo er oder sie noch Hilfe benötigt. (Das nennt man auch „Working out loud“-Prinzip, d. h. man „arbeitet laut heraus“.) Eigentlich eine sehr gute Methode, durch die ich mich besser und strukturierter informiert fühle, wie als wenn wir alle in Präsenz im Büro wären. (Da gibt es nämlich nur einmal wöchentlich ein Teammeeting.) Aber wie gesagt, der Abstimmungsaufwand ist enorm und ich freue mich bald schon wieder auf Teammeetings „live und in Farbe vor Ort“.

Never Ending Story

Doch mit den Videokonferenzen auf Arbeit ist es nicht getan: Auch bei Gesprächen mit vielen Freunden, bei „Social Events“ mit meinen Kollegen oder bei kulturellen Inputs führt momentan kaum ein Weg an der Videokonferenz vorbei. So habe ich mit anderen relativ neuen Kollegen zusammen schon einen virtuellen Einstand organisiert und war heute bei einem virtuellen Ausstand einer Kollegin eingeladen. Mit Freunden zusammen habe ich schon virtuell Wein getrunken, virtuell zu Abend gegessen und virtuelle Wohnungsbesichtigungen vorgenommen. Letzte Woche nahm ich an einer ersten virtuellen Vortragsreihe der Reiseagentur alsharq teil, bei der Partner*innen vor Ort zur Coronalage in Israel und Palästina berichteten. Die Veranstaltung wurde gleichzeitig über „Zoom“ (haben leider massive Datenschutzprobleme!) und über einen Facebook-Livestream (Datenschutz, was ist das? 😉) verbreitet und hat mir mal eine andere Sicht auf die Lage vermittelt – z. B. wurde berichtet, dass sich Corona in vielen ultraorthodoxen jüdischen Gemeinden in Israel besonders stark ausbreitet, weil diese sich aus religiösen Gründen nicht an das „Physical Distancing“ (so heißt das jetzt korrekt 😉) halten wollen). Dieser Spiegel-Online-Artikel vom 3. April 2020 beschreibt die Lage vor Ort: Der Messias gegen Covid-19.

Noch ein kulturelles Schmankerl zum Schluss: Der Pianist Igor Levit streamt jeden Abend um 19 Uhr über Twitter ein Klavierkonzert aus seinem Wohnzimmer. Am 4. April 2020 wurde es etwas formeller, denn an diesem Abend hatte ihn Bundespräsident Steinmeier ins Schloss Bellevue zum Livekonzert (natürlich mit Sicherheitsabstand) eingeladen, um somit auf die prekäre Lage von Künstlern in dieser Zeit aufmerksam zu machen.

Nachrichtenwellen

Für mich als Medienwissenschaftlerin sind natürlich auch das „Agenda Setting“, also die „Nachrichtenwellen“ dieser Tage (um ein weiteres maritimes Bild zu verwenden), sehr interessant. Waren es am Anfang noch Jugendliche, die wegen so genannter „Coronaparties“ am Pranger standen (niemand schrieb hingegen über die vielen älteren Menschen, die immer noch zu Hauf einkaufen gehen), so gingen die Medien danach dazu über, v. a. über die fatalen wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu berichten. Nachdem dann über mögliche Exit-Strategien nachgedacht wurde, hat nun die „Maskenpflicht“ Hochkonjunktur. Meine alte Unistadt Jena ist hier vorgeprescht und hat die Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr seit dem 6. April 2020 eingeführt. Wie sinnvoll es ist, die Maskenpflicht deutschlandweit in einer einzigen Stadt einzuführen, ist fraglich, aber gut, immerhin ein Tropfen auf den heißen Stein. In Zeiten von Corona offenbart sich die deutsche Kleinstaaterei wieder einmal in ihrer ganzen Bandbreite – mit Einzellösungen der Bundesländer, der Städte und sogar einzelner Stadtbezirke – typisch Berlin: in Mitte waren bis vor Kurzem alle Spielplätze gesperrt, im angrenzenden Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hingegen nicht.

Wie auf Kuba: Schlange stehen beim Einkaufen

Mittlerweile habe ich mich an diesen Anblick gewöhnt: Menschenschlangen vor den Geschäften und Marktständen. Jede*r hält ca. 1,5 m Abstand zum Vordermann; der Einlass wird durch einen Sicherheitsdienst geregelt. Kommt ein Kunde raus, darf ein anderer rein. Kuba-Déjà-Vu, nur, dass man weniger wegen zu knapper Güter Schlange steht (außer vielleicht Klopapier 😉), sondern vielmehr aus gegenseitiger Rücksichtnahme. Als ich einmal bei meinem türkischen Bäcker des Vertrauens in der Bonner Altstadt Brot kaufen wollte und die ungeordnete Schlange davor sah, war das Kuba-Feeling fast perfekt, als ein neu hinzugekommener Kunde fragte „Wer ist der Letzte?“ (siehe mein Blogeintrag „Havanna! – Start meiner Offline-Ferien in Kuba“).

In meiner Heimatstadt Dresden werden übrigens sogar die Einkaufswagen desinfiziert bevor sie der nächste Kunde benutzen darf! Das habe ich hier in Bonn noch nie beobachtet!

Vor zwei Wochen wagte ich mich Samstagnachmittag noch einmal in die Bonner Innenstadt. Eigentlich eine rammelvolle Einkaufsmeile zur Haupteinkaufszeit, aber diesmal, das Gefühl, an einem Sonntag durch die Innenstadt zu laufen, nur, dass eben Samstagnachmittag war. An allen Geschäften hingen selbstverfasste Hinweiszettel zur vorübergehenden Schließung des Geschäfts – mal emotional-traurig, mal humorvoll, mal geschäftstüchtig mit Hinweis auf den Onlineshop und Lieferservice. Aber trotzdem: irgendwie ein deprimierender Anblick.

Solidarität leben

Mittlerweile kann ich mich auch ein bisschen für meine Umgebung nützlich machen und bin über eine Facebookgruppe, die sich „Corona Hilfe Bonn“ nennt, auf diese zwei Privatinitiativen gestoßen: Da fast alle sozialen Einrichtungen und „Tafeln“ in Bonn geschlossen sind, gibt es die private Initiative von Jörn Sloot, der sich fast jeden Tag in der Nähe des Hauptbahnhofs mit seinem Lieferauto hinstellt und Essen an Obdachlose verteilt. Ich habe ihm auch schon Essensspenden vorbeigebracht und teile hier mal den Flyer für alle in Bonn Wohnenden:

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Des Weiteren sammele ich gerade Spenden von Baumwollstoffen, Nähgarn und Gummibändern für eine Frau, die Mundschutzmasken für medizinische Einrichtungen näht. Wenn ihr also etwas zu spenden habt, könnt ihr das gerne bei mir vorbeibringen und ich leite es an sie weiter. Die Bonner Freiwilligenagentur hat just heute eine ähnliche Aktion gestartet und sucht ehrenamtliche Maskennäher*innen sowie Stoffspenden. Schaut doch mal bei der Freiwilligenagentur in eurer Stadt vorbei – dort gibt es sicher auch Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe oder Spendenoptionen!

Ansonsten sucht die NGO „Translators without Borders“ gerade freiwillige Übersetzer für Infomaterialien zu Corona, v. a. für asiatische Sprachen: https://translatorswithoutborders.org/covid-19

Den Humor nicht verlieren

Zu guter Letzt teile ich ein paar Kuriositäten aus „Coronistan“ mit euch:

Katholische Kirche erlässt gläubigen Infizierten ihre Sünden (Deutsche Welle, 20.03.20)

Polen setzt beschlagnahmten Wodka als Desinfektionsmittel ein (Spiegel Online, 20.03.20)

McDonald’s-Mitarbeiter helfen bei Aldi aus (Spiegel Online, 20.03.20)

Solidarität und Humor in Zeiten von Corona (Deutsche Welle, 29.03.20)

Musik gegen Corona-Langeweile (Deutsche Welle, 16.03.20)

Mittlerweile halte ich draußen nicht mehr bei jedem Vorbeigehenden intuitiv die Luft an (um ja kein ausgeschiedenes Tröpfchen einzuatmen) und mittlerweile habe ich tagsüber eine richtige Homeoffice-Routine und abends eine Zu-Hause-Routine entwickelt – der Ausnahmezustand wird langsam zum Normalzustand. Wie lange noch? Tja, „the answer my friend, is blowing in the wind…“. In diesem Sinne: Haltet durch und bleibt gesund!

 

Das Leben in den Zeiten der Corona

Es ist doch ironisch: Da habe ich meinen Reise- und Fotoblog hier nun seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert und nun fange ich das Bloggen ausgerechnet in einer Zeit allgemeiner Reisebeschränkungen wieder an: Es herrscht weltweiter Ausnahmezustand wegen des Coronavirus‘ Covid-19, auch SARS-CoV-2 genannt (Coronaviren stellen eine Virenfamilie dar, d. h. es gibt verschiedene Unterarten). Historisch gesehen ist die Viruspandemie keineswegs ein Einzelfall (siehe Pest, Cholera, AIDS, SARS & Co.), aber für mich und vermutlich die meisten in meinem Umfeld ist die direkte Betroffenheit durch die Maßnahmen zur Viruseindämmung etwas gänzlich Neues, Unvorhersehbares, Beunruhigendes. Daher brannte es mir förmlich in den Fingern, auf diesem Blog ein paar Gedanken und Erlebnisse der letzten Tage festzuhalten.

Seit Anfang des Jahres war ich (wie immer 😉) wahnsinnig viel unterwegs gewesen: Umzug für meinen neuen Job von Berlin nach Bonn, Wohnungsabgabe in Berlin, zur Fortbildung nach Frankfurt/Main, Dresden, zwischendurch der erste Karneval im Rheinland, Luxemburg, für die „Berlinale“ nach Berlin, Darmstadt, erneut Frankfurt/Main, Köln und Koblenz. Ich freute mich schon darauf, endlich einmal ein paar ruhige Wochenenden in Bonn verbringen zu können. Tja, das kam dann auch schneller als gedacht und zwar auf unbestimmte Zeit – dem Virus „sei Dank“.

Noch letzte Woche bekam ich am Freitag Besuch eines Freundes aus Kassel. Wir trafen uns nach der Arbeit vor der städtischen Bibliothek, da ich für das Wochenende noch ein paar Reise- und Wanderführer für Bonn und Umgebung ausleihen wollte. Weil ich weder mit den fünf Büchern noch meinem Arbeitslaptop (den ich schon in weiser Voraussicht eingepackt hatte) im Rucksack Sightseeing machen wollte, schloss ich alles in ein Bibliotheksschließfach ein und wollte es bis 19 Uhr wieder abholen. Wir gingen auf Sightseeingtour, tranken einen Kaffee im herrlich altmodischen Café Fassbender und kamen kurz nach 18 Uhr zurück zur Bibliothek. Als wir sie durch die Drehtür betraten, tönte uns die Stimme des Sicherheitsmannes entgegen: „Sie kommen hier nicht mehr rein. Wir haben geschlossen.“ Mir rutschte das Herz in die Hose. „Aber ich habe noch Sachen im Schließfach eingeschlossen.“, sagte ich. „Die können Sie eventuell am Montag abholen, ansonsten hat die Bibliothek jetzt bis 19. April geschlossen.“, so der Sicherheitsmann. Die Stadt Bonn musste also just in der Zwischenzeit, als wir auf Sightseeingtour gewesen waren, beschlossen haben, alle städtischen Kultureinrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Volkshochschulen, etc. schließen zu lassen – und zwar ab sofort. Nach einer weiteren Diskussion mit dem Sicherheitsmann stellte sich heraus, dass gerade noch der letzte Bibliotheksmitarbeiter im Gehen begriffen war. Er nahm mich als letzte Amtshandlung mit nach oben in die Bibliothek, wo ich meinen Schließfachinhalt abholen konnte. Nach einem Ausweis o.ä. wurde ich nicht gefragt… Egal, da hatte ich gerade noch einmal Glück gehabt! Ironie des Schicksals: Die Reise- und Wanderführer zu Bonn und Umgebung habe ich nun erst einmal auf unbestimmte Zeit ausgeliehen und werde sie an den Wochenenden „durcharbeiten“ können insofern es zu keinen weiteren Bewegungsbeschränkungen kommt. 😉

Noch am Samstag absolvierte ich mit meinem Besuch eine kulinarische Stadtführung von „Eat the World“ (kleine Schleichwerbung, aber sehr zu empfehlen!) durch mein Stadtviertel Bonn-Beuel, wo wir sieben inhabergeführte Läden (Cafés, Fischladen, Kiosk, Kaffeerösterei) mit deren Entstehungsgeschichte und leckeren Kostproben kennenlernten und nebenbei viel über die Hassliebe zwischen dem linksrheinischen Bonn und dem rechtsrheinischen Beuel erfuhren. Ich hoffe, dass diese kleinen Läden die Coronakrise überstehen werden – stehen sie doch sinnbildlich für alle Selbstständigen, die sich nicht mit einem regulärem, gesicherten Gehalt ins Homeoffice begeben können. Auf Spiegel Online kann man dazu die traurig stimmenden „Elf Protokolle der Unsicherheit“ lesen.

Fun Fact: Beim Einkauf in Bonn-Beuel hörte ich an der Kasse doch tatsächlich den Spruch „Na, über den Rhein kommt das Coronavirus aber nicht.“ Der Spruch versinnbildlicht sehr gut die eben genannte Hassliebe zwischen Bonn und Beuel. Letzteres ist heute ein Stadtteil Bonns, besaß aber von 1952 bis 1969 eigene Stadtrechte, die die Bewohner nur unter Protest aufgaben. In früheren Zeiten war Beuel zudem immer wieder bei Angriffen auf Bonn in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass man schließlich auf beiden Rheinseiten eigene Festungen hochzug. Beuel entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung zu einem Zentrum von Wäschereibetrieben und Fabriken (Tapetenherstellung, Jutespinnereien, Brotfabrik (heute ein gleichnamiges Kulturzentrum)). Der Beueler Eigensinn zeigte sich nicht zuletzt in seinen Waschweibern, die 1824 den Aufstand wagten und die bisher nur den Männern vorbehaltenen Karnevalsfeiern auch für sich beanspruchten. Die meisten kennen vermutlich Weiberfastnacht, bei denen die Frauen in vielen Regionen das Rathaus erstürmen und allen Männern, die ihnen in die Quere kommen, die Krawatte (stellvertretend für etwas anderes 😉) abschneiden. Tja, dieser Brauch ist in Beuel entstanden! Wieder was gelernt!

Samstagabend begaben wir uns noch auf einen Trip nach Köln, wo eine Freundin ihren Geburtstag in einer Crêperie feiern wollte. Wir waren zunächst die einzigen Gäste, wobei sich das Restaurant nach und nach doch noch füllte. Später in den Kneipen der Umgebung: Gedränge – es war bereits bekannt, dass vom folgenden Tag an alle Kneipen und Bars in Köln würden schließen würden – man hatte den Eindruck, alle nutzten noch einmal die letzte Gelegenheit zum gemeinsamen Trinken und Feiern. Wir hielten uns an den Rat der Virologen und verordneten uns frische Luft und Flaschenbier mit einem Spaziergang durch den Rheinauhafen bis hoch zur Aussichtsterrasse des Kölner Schokoladenmuseums. Dort stießen wir mit zwei Flaschen Sekt an, sangen ein paar Karnevalslieder und machten uns schließlich auf den Rückweg nach Bonn. Ein Hauch von Wehmut lag über der Nacht. P. S.: Die Restaurants in Köln sollten am darauffolgenden Dienstag (17. März 2020) komplett schließen. Hier in Bonn sind sie noch offen…

Den Sonntag nutzten wir, um den im Süden von Bonn liegenden Drachenfels zu besteigen. Im Zug waren wie an einem gewöhnlichen Sonntag auch viele Ausflügler unterwegs – Studentengruppen, Wandergruppen in Funktionskleidung wie als würden sie Mt. Everest besteigen wollen, Familien, etc. Wir fuhren bis Rhöndorf, einem Stadtteil von Bad Honnef, besuchten den Waldfriedhof samt Grabstätte Konrad Adenauers und stiefelten dann den steilen Weg zum Drachenfels hinauf. Oben angekommen traf mich fast der Schlag: Auf den Stufen rund um das Ausflugsrestaurant hockten hunderte Menschen zusammen und genossen die Sonne! „Da hätte ich in einem Museum aber Kontakt zu deutlich weniger Menschen gehabt“, schoss es mir bei diesem Anblick durch den Kopf. Eine Kollegin erzählte mir Ähnliches aus Berlin, wo sie am Wochenende noch nie so viele Menschen auf dem Tempelhofer Feld habe zusammensitzen sehen. Ein verrücktes, schizophrenes Phänomen! Die Realität aus dem nicht wirklich umgesetzten „Social Distancing“ und die Medienrealität mit dem allgegenwärtigen Coronathema scheinen an bestimmten Orten Deutschlands momentan noch ziemlich stark auseinanderzuklaffen. Andere Themen sollten dabei jedoch nicht untergehen, wie die dramatische Lage im Flüchtlingslager Moria (Deutsche Welle: Interview zur aktuellen Situation mit „Ärzte ohne Grenzen“).

Das Social Distancing funktioniert auf dem Drachenfels noch nicht so gutSoweit der Wochenendbericht. Vorgestern war ich noch einmal im fast leeren, gespenstisch wirkenden Büro gewesen und nahm mir alles Material mit, das ich für die kommende, unbestimmte Zeit im Homeoffice brauchen würde. Aus dem Bürofenster beobachtete ich einen seilspringenden Mitarbeiter im Bürogebäude gegenüber. Ein Vorbote auf künftige sportliche Aktivitäten zu Hause? Unsere gemütliche Kaffeeecke war schon, da nicht „Social Distancing“-fähig, gesperrt; in der Kantine hielten sich alle an den 1m-Abstand zum Sitznachbarn und ließen immer einen Platz neben sich frei. Für externe Gäste war die Kantine nun gesperrt worden. An der Essensausgabe setzte man nicht mehr auf Selbstbedienung (Tablett, Besteck, Nachtisch), sondern das Küchenpersonal gab alles an uns heraus, was mich in meiner Essensroutine kurz irritierte.

Sämtliche Arbeitsmeetings werden von nun an per Videokonferenz abgehalten – nach heute drei Videokonferenzen sowie weiteren Arbeitsstunden zu Hause war ich froh, am Abend noch ein bisschen am Rhein spazieren gehen zu können. Gestern habe ich seit Jahren mal wieder mit Joggen angefangen – irgendwie muss man sich ja fit halten, wenn sämtliche Yoga- und Fitnessstudios geschlossen sind. Diese Idee hatten auch andere und so war das ganze Rheinufer mit emsigen Joggern und Fahrradfahrern gesäumt. Na, ob das im Sinne des „Social Distancing“ ist? Ich musste schmunzeln: Auf einem der Fähranleger hatte ein Mann sein Schlagzeug aufgebaut und gab ein Ständchen für alle Vorbeikommenden. Ich beobachtete weitere Leute, die ihre Gesellschaftsspiele mit nach draußen gebracht hatten und munter bei einem Bier spielten. Da ich keinen Vergleich zu einem „normalen“ Frühling in Bonn habe, kann ich gar nicht sagen, ob dies alles Phänomene der Coronakrise sind oder nicht. Ich vermute aber, dass es viele der „nine to five“ arbeitenden Menschen nach einem Tag Homeoffice ins Freie zieht. In „normalen“ Zeiten würden sie sich abends eigentlich in einem Fitness- oder Yogastudio, einem Volkshochschul- oder Musikschulkurs oder im Theater, Kino oder einem Restaurant oder einer Bar „verkriechen“ und im öffentlichen Raum nicht sichtbar sind. Vor allem fielen mir auch die vielen Schüler draußen auf, die ja nun seit Freitagnachmittag schulfrei haben. In den Medien ist immer wieder von „Coronaparties“ feiernden Schülern die Rede – doch es gibt auch positive Beispiele wie ich heute an einem Laternenpfahl sah:

Die Coronakrise tue uns „[…] aus anthropologischer Sicht […] gut“, so die Aussage eines interviewten Italieners in der aktuellen ARTE-Serie zum Thema, und „dass wir nichts als selbstverständlich ansehen sollten und dass es sehr schwierig ist, einen unsichtbaren Feind zu bekämpfen.“ Diese Aussage finde ich interessant. Es sind die externen Umstände, die uns nun (langsam) zu einem Umdenken und einer Verhaltensänderung bewegen. Niemand kann sagen, wie lange diese außergewöhnlichen externen Umstände noch andauern werden – für viele ist es wohl das, was sie zutiefst beunruhigt, zumal, wenn es an die eigene Existenz geht. Ich wage mir aus meiner ohne Zweifel privilegierten Situation heraus aber auch zu sagen, dass ich persönlich diesen Moment der erzwungenen Entschleunigung und Reduzierung gerade als wohltuend empfinde. (Wie gesagt, für existenziell bedrohte Menschen muss das wie blanker Zynismus klingen!) Ich vergleiche die derzeitige Situation mit einer Situation, die ich 2016 erlebte, als ich wegen einer Fuß-OP für sechs Wochen das Haus hüten musste und mich nur kurz zum Einkaufen auf Krücken nach draußen schleppen konnte. Vorab dachte ich „Um Gottes Willen, wie soll ich diese Zeit nur überstehen? Ich werde vor Langeweile sterben.“ Aber dann wurde es (abgesehen von den Fußschmerzen) zu einer der besten Zeiten in meinem Leben. Die äußeren Umstände zwangen mich, physisch inaktiv zu sein. Der ganze Verabredungsstress in Berlin und die ständige Angst etwas zu verpassen (auch bekannt unter dem Kürzel FOMO = Fear of Missing Out) fielen einfach weg. Ich genoss es, ein Buch nach dem nächsten zu lesen, meine Habseligkeiten auszumisten und aufzuräumen (Marie Kondo sei Dank!) und – im Unterschied zur derzeitigen Krise – fast täglich Besuch von Freunden zu erhalten. Auch die derzeitige Coronakrise könnte uns dieses Innehalten und das Erledigen von Dingen ermöglichen, die wir schon seit Ewigkeiten vor uns herschieben (so wie ich die Aktualisierung dieses Blogs 😉). Aber eigentlich stimmt es mich nachdenklich, dass erst solche externen Umstände nötig sind, um mich zum Innehalten zu bringen… Aber vielleicht geht es euch ja genauso?

Ansonsten entstehen gerade viele Initiativen zur Nachbarschaftshilfe wie #Nachbarschaftschallenge, wo man sich einbringen kann und die die Coronakrise hoffentlich überdauern werden.

In diesem Sinne, bleibt gesund (wie man sich ja seit den letzten Wochen immer verabschiedet)!

P. S.: Falls sich jemand über den etwas gestelzt formulierten Titel des Blogeintrags wundert – er ist eine Anspielung auf den Roman „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ des kolumbianischen Autors Gabriel García Márquez. Kann mir das Buch jemand ausleihen? Ich nehme es gerne postalisch oder in den Briefkasten geworfen entgegen. 😉

P.P.S.: So wäscht man seine Hände richtig:

Neue Blogsektion mit frei lizenzierten Materialien ist online

Gerade befinde ich mich in den letzten Zügen der Weiterbildung zur OER-Fachexpertin, und werde diese hoffentlich kommenden Montag mit einer bestandenen Prüfung abschließen. Prüfungsaufgabe war es, selbst eine OER zu erstellen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und einen bald anstehenden Reisevortrag, meine Präsentation zur Dominikanischen Republik und die Notizen dazu frei zu lizenzieren und zu veröffentlichen. Dazu habe ich hier auf meinem Blog die neue Sektion „Materialien“ angelegt.

OER – noch nie gehört? Es handelt sich um die Abkürzung für Open Educational Ressource, also ein frei lizenziertes Bildungsmaterial, das frei genutzt werden kann, ohne dass man den Urheber des Materials um Erlaubnis bitten muss. OER können mit verschiedenen Lizenzen versehen werden, die die Weiternutzung der Materialien freigeben oder einschränken. Es gibt verschiedene Lizenzsysteme, wobei wir uns in der Weiterbildung auf die Creative Commons (CC)-Lizenzen fokussiert haben. Nach der sogenannten gemeinfreien CC0 (CC „Zero“ oder „Null“)-Lizenz ist die CC-BY-Lizenz die freieste Lizenz, die man für sein Material  vergeben kann. Bei ihr muss der Urheber („by“ – Englisch für „von“) zwar namentlich genannt werden; danach kann das Material aber frei nach den 5V-Rechten (Quelle: https://open-educational-resources.de/5rs-auf-deutsch/, abgerufen am 10.03.18) genutzt werden:

1. V = verwahren & vervielfältigen (z. B. darf das Material downgeloadet und auch dem PC gespeichert und kopiert werden)

2. V = verwenden (z. B. darf das Material in unterschiedlichen Kontexten, wie im Unterricht oder eingebettet auf einer Website, eingesetzt werden)

3. V = verarbeiten (z. B. darf das Material in eine andere Sprache übersetzt oder gekürzt werden)

4. V = vermischen (z. B. kann man zwei frei lizenzierte Materialien miteinander kombinieren)

5. V = verbreiten (z. B. kann das frei lizenzierte Material ohne Einschränkung über Social-Media-Kanäle geteilt werden)

Bei Verwendung der CC-BY-SA-Lizenz (sa = „share alike“ – Englisch für „gleichartig teilen“) wird beispielsweise das 5. V eingeschränkt: So muss bei Verwendung des Materials wieder der Urheber namentlich genannt werden und zudem muss das Material mit derselben Lizenz weiterverbreitet werden (also ebenso mit CC-BY-SA). Wer sich einen Überblick über die verschiedenen CC-Lizenzen verschaffen will, dem seien folgende Seiten empfohlen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons

https://creativecommons.org/licenses/?lang=de

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Materialien, die ich auf diesem Blog bereitstelle, stehen unter eine CC-BY-Lizenz. D. h. ihr könnt sie euch runterladen, speichern, sie verändern, damit selbst einen Reisevortrag halten, etc. solange ihr mich immer schön als Urheberin nennt. 😉 Die Lizenz, die ihr angeben müsst, sieht dann so aus: CC-BY 4.0 Cornelia Steinigen (https://andarina-vom-dienst.org/) (Die 4.0 steht für die aktuelle Lizenzversion, die gerade angewendet wird.)

Alles klar? Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden. Auf jeden Fall sind OER ein spannendes Thema, an dem ich dranbleiben werde! 🙂

Die besten Blogartikel nun als Buch erhältlich!

Buchveröffentlichung_Cover

2007 bis 2016 – neun Jahre – eine lange Zeit! Die Zeitspanne, die ich nun schon meinen Reiseblog schreibe, dem ich vor Kurzem nun auch die eigene URL, „Andarina vom Dienst“, gegönnt habe. Die besten Blogartikel habe ich nun zusammengestellt und in einem Buch veröffentlicht. Es ist zum Einen bei epubli erschienen und kann im Shop dieses Verlags für 24,99 € bestellt werden. Zum Anderen ist es im Verlag bloggingbooks erhältlich und kann für satte 54,80 € in dessen Shop erworben werden (leider ist das Buch aufgrund der Layoutvorgaben sehr dick und somit sehr teuer geworden).

Es war hochinteressant und teilweise überraschend für mich meine alten Blogeinträge noch einmal zu lesen. An manchen Stellen fragte ich mich „Habe das wirklich ich geschrieben?“ oder „Habe ich das wirklich erlebt?“. Aber gerade diese Fragen zeigen auch, wie wichtig es für meine Erinnerung ist, diesen Reiseblog zu schreiben, denn sonst wären viele Erlebnisse einfach in Vergessenheit geraten. In diesem Sinne wünsche ich eine angenehme und inspirierende Lektüre und freue mich auf euer Feedback zu meiner ersten Buchveröffentlichung!

Spendenkampagne läuft weiter & ecoselva-Infoveranstaltung am 10.01.2016

Die Spendenkampagne für meine Entsendeorganisation Ecoselva läuft weiter (https://www.betterplace.org/…/30136-1-kaffee-weniger-1-spen…) und es darf weiterhin gespendet werden!

Am 10. Januar 2016 bietet Ecoselva zudem eine Informationsveranstaltung zu seinen Projekten in der Dominikanischen Republik und Peru an . Wen es interessiert, der kann gerne in St. Augustin bei Bonn vorbeischauen: Einladung Förderkreis Januar 2016

Ansonsten gibt es hier bald wieder neue Berichte und Bilder aus der DomRep wenn ich am 10. Januar 2016 aus dem Urlaub zurück bin.

Ich wünsche allen Bloglesern bereits ein paar entspannte Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016! 

Freiwilligendienst statt Pauschalurlaub – mein Artikel auf der Berliner Bürgerplattform „Integritude“

Unter diesem Link findet ihr einen Artikel zu meinen Eindrücken aus den ersten Wochen Leben und Arbeiten in der DomRep: http://integritude.org/chronik/article/43/Freiwilligendienst-statt-Pauschalurlaub—Ein-Jahr-in-der-Dominikanischen-Republik

Die Berliner Bürgerplattform Integritude, auf der der Artikel veröffentlicht worden ist, ist in den Bereichen Integration, politische Bildung und Entwicklungszusammenarbeit tätig, gibt eine Zeitschrift, den „Kiezboten“ heraus und organisiert Workshops. Danke an Narcisse für die Vermittlung! 🙂

Now available in English: 1 Coffee less, 1 donation more. Your contribution 2 rainforest conservation

Meine Crowdfunding-Kampagne für den Umweltverein ecoselva ist gut angelaufen und mittlerweile sind 9% finanziert. Um eine noch weitere Reichweite zu erzielen, ist der Kampagnentext nun bei betterplace auch auf Englisch verfügbar:

*** betterplace: 1 Coffee less, 1 donation more. Your contribution 2 rainforest conservation ***

Also, bitte an eure internationalen Kontakte weiterleiten und diese zum Spenden einladen. Spread the word! Vielen Dank im Voraus!!! 🙂

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1 Kaffee weniger, 1 Spende mehr – Euer Beitrag zum Regenwaldschutz in der Dominikanischen Republik

Es ist mal wieder soweit – ich werde Deutschland ab Ende August 2015 den Rücken zukehren und für ein Jahr in der Dominikanischen Republik arbeiten. Nein, nicht im Tourismusbereich, wie man vermuten könnte! 😉 Ich werde im Rahmen des weltwärts-Programms der deutschen Bundesregierung für den Umweltverein ecoselva tätig sein und mich als Administratorin um die Online-Plattform Plataforma Nacional kümmern. ecoselva realisiert in Zusammenarbeit mit vielen lokalen NGOs Projekte zum Regenwaldschutz und zur Wiederaufforstung von Regenwäldern in Peru und in der Dominikanischen Republik. In der Domrep (wie es immer so „schön“ heißt) haben die NGOs vor Ort mit Unterstützung von ecoselva schließlich die Online-Plattform Plataforma Nacional ins Leben gerufen, über die sie sich miteinander vernetzen, ihr Wissen aus dem Umweltbereich austauschen und somit effizienter zusammenarbeiten können. Ich werde für Nutzerverwaltung, Schulungen zur Plattform, etc. verantwortlich sein und meinen Arbeitsplatz bei der dominikanischen Organisation Plan Yaque in Jarabacoa haben.

Da der ganze weltwärts-Aufenthalt „nur“ zu 75% durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) finanziert wird, sollen die restlichen 25% der Kosten über Spenden gedeckt werden. Ich habe dazu eine Crowdfunding-Spendenkampagne bei betterplace.org gestartet und würde mich sehr freuen, wenn ihr dort einmal vorbeisurft, eine Kleinigkeit für ecoselva spendet und – ganz wichtig – den Link an Freunde, Familie und Bekannte weiterleitet. Wenn ihr nicht über die betterplace-Seite spenden wollt, könnt ihr eure Spende direkt an ecoselva überweisen und dazu das Spenderformular (siehe unten) ausfüllen und an ecoselva schicken. Egal, wie ihr spendet, betterplace und auch ecoselva schicken euch auf jeden Fall eine Spendenbescheinigung zu, denn Spenden können ja bekanntlich von der Steuer abgesetzt werden. Und ich werde mich auch persönlich bei euch bedanken, wenn ihr mir denn signalisiert, dass ihr gespendet habt. Als „Gegenleistung“ werde ich euch über das Jahr hinweg natürlich mit ausführlichen Berichten zu meiner Arbeit in der Domrep, sowie zu Land und Leuten hier auf dem Blog versorgen. Dass ich gerne fotografiere, habt ihr ja ebenfalls bereits mitbekommen und so werdet ihr hier auch genug visuelle Eindrücke von der Karibikinsel bekommen. 😉

*** Hier geht’s zur Crowdfunding-Spendenseite bei betterplace! ***

*** Hier ist der Link zur Facebook-Seite. Bitte liken und Freunde zum Liken einladen!***

Für weitere Infos zu ecoselva und meinem weltwärts-Einsatz, könnt ihr euch in diesen Dokumenten belesen bzw. findet ihr hier auch das Spenderformular:

ecoselva_Flyer

ecoselva_Spenderbrief

ecoselva_Spenderformular

Ich freue mich auf eure Beiträge und Rückmeldungen!

P.S.: Vielen Dank an Katha für die Fotosession!

Samba, Tansania, Rudolstadt – Afro-(brasilianische) Klänge an der Saale

… und nicht nur das! Das alljährliche „TFF Rudolstadt“ (Thüringer Tanz & FolkFest) zieht Musiker aus allen Ecken der Welt an die Saale – Weltmusik eben! Die diesjährigen Schwerpunkte (Schwerpunktland: Tansania, Schwerpunkttanz: Samba, Schwerpunktinstrument: Bass) machten mir die Entscheidung nicht schwer: Nach nunmehr vier Jahren Abwesenheit musste ich diesem schönen, entspannten, alternativen und facettenreichen Festival endlich einmal wieder einen Besuch abstatten. An jeder Straßenecke und im Park spielte eine andere kleine Band und das Bühnenprogramm brachte wieder einmal alle möglichen Musikrichtungen und Menschen zusammen, also Fusion-Musik vom Feinsten! Die tansanische Gruppe „Kazimoto“ trat zusammen mit den Berliner Electro-DJs „Gebrüder Teichmann“ auf, der türkische DJ Mercan Dede brachte Derwischtanz und Electroklänge zusammen, es gab Sambaworkshohttps://corneliasteinigen.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=7223&action=editps mit einigen brasilianischen Kombos, die Zirkus- und Blödelband „Gankino Circus“, chinesische Fusionmusik von „DaWang Gang“ und nachts eine einzigartige Vorführung des indischen Tanzdramas Mudiyettu. Dessen Aufführung gehört übrigens zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.

Berlin@Night

Mit einiger Verspätung gibt es an dieser Stelle noch ein paar Fotos von der Berlinale, die ich diesen Februar einige Male besuchte. Ich durfte sogar zweimal einen Wettbewerbsfilm im Berlinale-Palast schauen, da wir von Arbeit aus Freikarten erhalten hatten 🙂 Einer dieser Filme war sehr gut („La voie de l’ennemie“ von Rachid Bouchareb), der andere hat mir überhaupt nicht gefallen („Aloft“ von Claudia Llosa); also gut, dass ich dafür nicht hatte bezahlen müssen 😉 Ein sehr interessanter Film war „Through a Lense darkly“ von Thomas Allen Harris über die Geschichte der Fotografie aus afroamerikanischer Sicht. Unbedingt anschauen, wenn er in einem kleinen Programmkino laufen sollte!