Neue Blogsektion mit frei lizenzierten Materialien ist online

Gerade befinde ich mich in den letzten Zügen der Weiterbildung zur OER-Fachexpertin, und werde diese hoffentlich kommenden Montag mit einer bestandenen Prüfung abschließen. Prüfungsaufgabe war es, selbst eine OER zu erstellen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und einen bald anstehenden Reisevortrag, meine Präsentation zur Dominikanischen Republik und die Notizen dazu frei zu lizenzieren und zu veröffentlichen. Dazu habe ich hier auf meinem Blog die neue Sektion „Materialien“ angelegt.

OER – noch nie gehört? Es handelt sich um die Abkürzung für Open Educational Ressource, also ein frei lizenziertes Bildungsmaterial, das frei genutzt werden kann, ohne dass man den Urheber des Materials um Erlaubnis bitten muss. OER können mit verschiedenen Lizenzen versehen werden, die die Weiternutzung der Materialien freigeben oder einschränken. Es gibt verschiedene Lizenzsysteme, wobei wir uns in der Weiterbildung auf die Creative Commons (CC)-Lizenzen fokussiert haben. Nach der sogenannten gemeinfreien CC0 (CC „Zero“ oder „Null“)-Lizenz ist die CC-BY-Lizenz die freieste Lizenz, die man für sein Material  vergeben kann. Bei ihr muss der Urheber („by“ – Englisch für „von“) zwar namentlich genannt werden; danach kann das Material aber frei nach den 5V-Rechten (Quelle: https://open-educational-resources.de/5rs-auf-deutsch/, abgerufen am 10.03.18) genutzt werden:

1. V = verwahren & vervielfältigen (z. B. darf das Material downgeloadet und auch dem PC gespeichert und kopiert werden)

2. V = verwenden (z. B. darf das Material in unterschiedlichen Kontexten, wie im Unterricht oder eingebettet auf einer Website, eingesetzt werden)

3. V = verarbeiten (z. B. darf das Material in eine andere Sprache übersetzt oder gekürzt werden)

4. V = vermischen (z. B. kann man zwei frei lizenzierte Materialien miteinander kombinieren)

5. V = verbreiten (z. B. kann das frei lizenzierte Material ohne Einschränkung über Social-Media-Kanäle geteilt werden)

Bei Verwendung der CC-BY-SA-Lizenz (sa = „share alike“ – Englisch für „gleichartig teilen“) wird beispielsweise das 5. V eingeschränkt: So muss bei Verwendung des Materials wieder der Urheber namentlich genannt werden und zudem muss das Material mit derselben Lizenz weiterverbreitet werden (also ebenso mit CC-BY-SA). Wer sich einen Überblick über die verschiedenen CC-Lizenzen verschaffen will, dem seien folgende Seiten empfohlen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons

https://creativecommons.org/licenses/?lang=de

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Materialien, die ich auf diesem Blog bereitstelle, stehen unter eine CC-BY-Lizenz. D. h. ihr könnt sie euch runterladen, speichern, sie verändern, damit selbst einen Reisevortrag halten, etc. solange ihr mich immer schön als Urheberin nennt. 😉 Die Lizenz, die ihr angeben müsst, sieht dann so aus: CC-BY 4.0 Cornelia Steinigen (https://andarina-vom-dienst.org/) (Die 4.0 steht für die aktuelle Lizenzversion, die gerade angewendet wird.)

Alles klar? Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden. Auf jeden Fall sind OER ein spannendes Thema, an dem ich dranbleiben werde! 🙂

Die besten Blogartikel nun als Buch erhältlich!

Buchveröffentlichung_Cover

2007 bis 2016 – neun Jahre – eine lange Zeit! Die Zeitspanne, die ich nun schon meinen Reiseblog schreibe, dem ich vor Kurzem nun auch die eigene URL, „Andarina vom Dienst“, gegönnt habe. Die besten Blogartikel habe ich nun zusammengestellt und in einem Buch veröffentlicht. Es ist zum Einen bei epubli erschienen und kann im Shop dieses Verlags für 24,99 € bestellt werden. Zum Anderen ist es im Verlag bloggingbooks erhältlich und kann für satte 54,80 € in dessen Shop erworben werden (leider ist das Buch aufgrund der Layoutvorgaben sehr dick und somit sehr teuer geworden).

Es war hochinteressant und teilweise überraschend für mich meine alten Blogeinträge noch einmal zu lesen. An manchen Stellen fragte ich mich „Habe das wirklich ich geschrieben?“ oder „Habe ich das wirklich erlebt?“. Aber gerade diese Fragen zeigen auch, wie wichtig es für meine Erinnerung ist, diesen Reiseblog zu schreiben, denn sonst wären viele Erlebnisse einfach in Vergessenheit geraten. In diesem Sinne wünsche ich eine angenehme und inspirierende Lektüre und freue mich auf euer Feedback zu meiner ersten Buchveröffentlichung!

Spendenkampagne läuft weiter & ecoselva-Infoveranstaltung am 10.01.2016

Die Spendenkampagne für meine Entsendeorganisation Ecoselva läuft weiter (https://www.betterplace.org/…/30136-1-kaffee-weniger-1-spen…) und es darf weiterhin gespendet werden!

Am 10. Januar 2016 bietet Ecoselva zudem eine Informationsveranstaltung zu seinen Projekten in der Dominikanischen Republik und Peru an . Wen es interessiert, der kann gerne in St. Augustin bei Bonn vorbeischauen: Einladung Förderkreis Januar 2016

Ansonsten gibt es hier bald wieder neue Berichte und Bilder aus der DomRep wenn ich am 10. Januar 2016 aus dem Urlaub zurück bin.

Ich wünsche allen Bloglesern bereits ein paar entspannte Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016! 

Freiwilligendienst statt Pauschalurlaub – mein Artikel auf der Berliner Bürgerplattform „Integritude“

Unter diesem Link findet ihr einen Artikel zu meinen Eindrücken aus den ersten Wochen Leben und Arbeiten in der DomRep: http://integritude.org/chronik/article/43/Freiwilligendienst-statt-Pauschalurlaub—Ein-Jahr-in-der-Dominikanischen-Republik

Die Berliner Bürgerplattform Integritude, auf der der Artikel veröffentlicht worden ist, ist in den Bereichen Integration, politische Bildung und Entwicklungszusammenarbeit tätig, gibt eine Zeitschrift, den „Kiezboten“ heraus und organisiert Workshops. Danke an Narcisse für die Vermittlung! 🙂

Now available in English: 1 Coffee less, 1 donation more. Your contribution 2 rainforest conservation

Meine Crowdfunding-Kampagne für den Umweltverein ecoselva ist gut angelaufen und mittlerweile sind 9% finanziert. Um eine noch weitere Reichweite zu erzielen, ist der Kampagnentext nun bei betterplace auch auf Englisch verfügbar:

*** betterplace: 1 Coffee less, 1 donation more. Your contribution 2 rainforest conservation ***

Also, bitte an eure internationalen Kontakte weiterleiten und diese zum Spenden einladen. Spread the word! Vielen Dank im Voraus!!! 🙂

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1 Kaffee weniger, 1 Spende mehr – Euer Beitrag zum Regenwaldschutz in der Dominikanischen Republik

Es ist mal wieder soweit – ich werde Deutschland ab Ende August 2015 den Rücken zukehren und für ein Jahr in der Dominikanischen Republik arbeiten. Nein, nicht im Tourismusbereich, wie man vermuten könnte! 😉 Ich werde im Rahmen des weltwärts-Programms der deutschen Bundesregierung für den Umweltverein ecoselva tätig sein und mich als Administratorin um die Online-Plattform Plataforma Nacional kümmern. ecoselva realisiert in Zusammenarbeit mit vielen lokalen NGOs Projekte zum Regenwaldschutz und zur Wiederaufforstung von Regenwäldern in Peru und in der Dominikanischen Republik. In der Domrep (wie es immer so „schön“ heißt) haben die NGOs vor Ort mit Unterstützung von ecoselva schließlich die Online-Plattform Plataforma Nacional ins Leben gerufen, über die sie sich miteinander vernetzen, ihr Wissen aus dem Umweltbereich austauschen und somit effizienter zusammenarbeiten können. Ich werde für Nutzerverwaltung, Schulungen zur Plattform, etc. verantwortlich sein und meinen Arbeitsplatz bei der dominikanischen Organisation Plan Yaque in Jarabacoa haben.

Da der ganze weltwärts-Aufenthalt „nur“ zu 75% durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) finanziert wird, sollen die restlichen 25% der Kosten über Spenden gedeckt werden. Ich habe dazu eine Crowdfunding-Spendenkampagne bei betterplace.org gestartet und würde mich sehr freuen, wenn ihr dort einmal vorbeisurft, eine Kleinigkeit für ecoselva spendet und – ganz wichtig – den Link an Freunde, Familie und Bekannte weiterleitet. Wenn ihr nicht über die betterplace-Seite spenden wollt, könnt ihr eure Spende direkt an ecoselva überweisen und dazu das Spenderformular (siehe unten) ausfüllen und an ecoselva schicken. Egal, wie ihr spendet, betterplace und auch ecoselva schicken euch auf jeden Fall eine Spendenbescheinigung zu, denn Spenden können ja bekanntlich von der Steuer abgesetzt werden. Und ich werde mich auch persönlich bei euch bedanken, wenn ihr mir denn signalisiert, dass ihr gespendet habt. Als „Gegenleistung“ werde ich euch über das Jahr hinweg natürlich mit ausführlichen Berichten zu meiner Arbeit in der Domrep, sowie zu Land und Leuten hier auf dem Blog versorgen. Dass ich gerne fotografiere, habt ihr ja ebenfalls bereits mitbekommen und so werdet ihr hier auch genug visuelle Eindrücke von der Karibikinsel bekommen. 😉

*** Hier geht’s zur Crowdfunding-Spendenseite bei betterplace! ***

*** Hier ist der Link zur Facebook-Seite. Bitte liken und Freunde zum Liken einladen!***

Für weitere Infos zu ecoselva und meinem weltwärts-Einsatz, könnt ihr euch in diesen Dokumenten belesen bzw. findet ihr hier auch das Spenderformular:

ecoselva_Flyer

ecoselva_Spenderbrief

ecoselva_Spenderformular

Ich freue mich auf eure Beiträge und Rückmeldungen!

P.S.: Vielen Dank an Katha für die Fotosession!

Samba, Tansania, Rudolstadt – Afro-(brasilianische) Klänge an der Saale

… und nicht nur das! Das alljährliche „TFF Rudolstadt“ (Thüringer Tanz & FolkFest) zieht Musiker aus allen Ecken der Welt an die Saale – Weltmusik eben! Die diesjährigen Schwerpunkte (Schwerpunktland: Tansania, Schwerpunkttanz: Samba, Schwerpunktinstrument: Bass) machten mir die Entscheidung nicht schwer: Nach nunmehr vier Jahren Abwesenheit musste ich diesem schönen, entspannten, alternativen und facettenreichen Festival endlich einmal wieder einen Besuch abstatten. An jeder Straßenecke und im Park spielte eine andere kleine Band und das Bühnenprogramm brachte wieder einmal alle möglichen Musikrichtungen und Menschen zusammen, also Fusion-Musik vom Feinsten! Die tansanische Gruppe „Kazimoto“ trat zusammen mit den Berliner Electro-DJs „Gebrüder Teichmann“ auf, der türkische DJ Mercan Dede brachte Derwischtanz und Electroklänge zusammen, es gab Sambaworkshohttps://corneliasteinigen.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=7223&action=editps mit einigen brasilianischen Kombos, die Zirkus- und Blödelband „Gankino Circus“, chinesische Fusionmusik von „DaWang Gang“ und nachts eine einzigartige Vorführung des indischen Tanzdramas Mudiyettu. Dessen Aufführung gehört übrigens zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.

Berlin@Night

Mit einiger Verspätung gibt es an dieser Stelle noch ein paar Fotos von der Berlinale, die ich diesen Februar einige Male besuchte. Ich durfte sogar zweimal einen Wettbewerbsfilm im Berlinale-Palast schauen, da wir von Arbeit aus Freikarten erhalten hatten 🙂 Einer dieser Filme war sehr gut („La voie de l’ennemie“ von Rachid Bouchareb), der andere hat mir überhaupt nicht gefallen („Aloft“ von Claudia Llosa); also gut, dass ich dafür nicht hatte bezahlen müssen 😉 Ein sehr interessanter Film war „Through a Lense darkly“ von Thomas Allen Harris über die Geschichte der Fotografie aus afroamerikanischer Sicht. Unbedingt anschauen, wenn er in einem kleinen Programmkino laufen sollte!

 

Kristmäs teim in Dräsdn

Da man die eigene Heimatstadt ja mit Besuchern einmal durch eine andere Brille wahrnimmt, habe ich mir in der Vorweihnachtszeit Maki eingeladen, und wir sind der sächsischen Weihnachtskultur auf den Grund gegangen. Ist gar nicht so einfach, solches „Weihnachtsgedöns“ wie erzgebirgische Schwibbögen, Räuchermänner und Pflaumentoffel, sowie den Begriff Striezelmarkt auf Englisch zu erklären…

Doch trotz aller Hochkultur,  wird Maki wohl besonders der Döner in Erinnerung bleiben, den wir im „Babos Dönerpoint“ in der Neustadt gegessen hatten 😉 Zumindest hat sie mir später selbst auf Sansibar davon vorgeschwärmt.

Städtewochenenden im Doppelpack: Erfurt + Jena, Leipzig + Halle, Bochum + Köln

Die letzten Wochenenden ging es raus aus Berlin (tut manchmal echt gut!) und ab nach Erfurt & Jena, Leipzig & Halle, sowie Bochum & Köln im Doppelpack. In Erfurt Tagung des Tanzania Network e. V.’s (http://www.tanzania-network.de/front_content.php?idart=76), in Leipzig entspanntes Mädelswochenende, in Bochum interessante, aber auch anstrengende Tagung, die ich von Arbeit aus organisiert hatte. Ich hatte ja schon von der Hässlichkeit Bochums gehört, aber deren Ruhr-Universität setzte dem ganzen noch eine Spitze auf: grieselgraue Betonklotzbauten aus den 70er-Jahren, bröckelige Kieselbetonstufen, Institutsgebäude, die von außen alle gleich und deren Gänge ebenfalls alle gleich aussahen,  … Zur Entspannung hing ich nach der Tagung einen Tag in Köln dran, wo ich endlich einmal bei einem Spaziergang am Rhein die Dezembersonne genießen konnte (was einem in Berlin ja meist verwehrt bleibt)! Nerviger Nebeneffekt: Weihnachtsmarkt-Overkill nachdem ich schon in Leipzig, Halle, Bochum und tagtäglich in Berlin daran vorbei- bzw. darüberlaufen hatte müssen.