Statt „Stadt Land Fluss“ „Strand Stadt Strand“: Cabarete, Santo Domingo, Juan Dolio und Bayahibe

Nach dem Berg Entspannen am Strand: Das war unser Plan für die Reise gewesen. Nun ja, Olga und ich konnten in Cabarete vormittags auf jeden Fall entspannen; Yasmin hingegen hatte drei Tage lang jeden Morgen Aktivprogramm und einen Surfkurs gebucht. Aber der Nachmittag und Abend boten noch genügend Zeit zum Relaxen: Strandspaziergang, im Meer baden, die Cocktail-Happy-Hour nutzen, lecker Fisch in „Ali’s Surfcamp“ essen… Ja, SO sieht Urlaub aus! 🙂

Nach ein paar entspannten Tagen in Cabarete fuhren wir weiter nach Santo Domingo, wo wir einen Tag lang die Kolonialzone besichtigten und schließlich weiter nach Osten fuhren. Wir hatten ein Zimmer im italienisch geführten und indisch angehauchten Hippie-Hostel „Fior di Loti“ in Juan Dolio gebucht. Juan Dolio gilt als der erste ruhige Strand östlich von Santo Domingo und in der Tat, in diesem Ort ist es wirklich sehr ruhig: Nachdem hier in den frühen 1980er Jahren ein Touristenboom eingesetzt hatte, weil es damals noch nicht die heutigen Touristenmagneten Punta Cana und Puerto Plata gegeben hatte, ging es danach nur noch bergab. Die Touristenzahlen sanken und die leerstehenden Hotelriesen blieben, fast ein Geisterort, auch wenn mittlerweile wieder neue Hotelkomplexe gebaut werden und die Regierung versucht den Tourismus wiederzubeleben. Der Strand war eigentlich echt schön und eine Handvoll Restaurants und Bars für hauptsächlich dominikanisches Publikum vorhanden. Trotzdem waren wir nicht böse darüber nur eine Nacht in Juan Dolio verbracht zu haben und am nächsten Morgen über San Pedro de Macorís und La Romana weiter nach Bayahibe fahren zu können.

Bayahibe war wohl einst einmal ein träger, gemütlicher Fischerort gewesen. Davon ist heute nicht mehr viel übrig, denn jeden Morgen und Nachmittag fallen hunderte Tagestouristen von Punta Cana in den kleinen Ort ein, um vom Strand aus einen Ausflug zu einer der beiden nahegelegenen Inseln zu unternehmen. Wir gaben uns das Massentreffen auf einer der Inseln hingegen nicht und verbrachten den Tag in der ansonsten ganz niedlichen Kleinstadt und dem kleinen Strandabschnitt. Untergekommen waren wir in einem sehr schönen, ebenfalls unter italienischen Leitung stehenden Gästehaus, der „Villa Iguana“. Die Handtücher dieses Gästehauses sollten uns nachmittags witzigerweise Zugang zum einzigen Resortstrand Bayahibes ermöglichen, da sie so ähnlich wie die Handtücher des Hotelresorts aussahen und wir uns damit ganz selbstverständlich auf die Strandliegen legen konnten. Olga bestellte sogar noch einen Cocktail, den sie nie bezahlen musste. Tja, gewusst, wie! 😉

Nachdem wir abends am Strand wegen heftigen Regens eine Weile hatten ausharren müssen und sich die Restaurantsuche als nicht ganz einfach erwies, landeten wir schließlich in einem süßen, kleinen, laut unserem Reiseführer vermeintlich kubanischen Restaurant. Der schon betagte Besitzer entpuppte sich jedoch als Chilene, der neben Gastronom auch einmal Tangolehrer und Reitstiefelverkäufer gewesen war, und sein Personal gut darin geschult hatten, herrlich-leckeren frischen Fisch zuzubereiten. Er kam immer wieder an unseren Tisch und unterhielt sich mit uns und gab uns schließlich einen Nachtisch und zu guter Letzt noch einen „Mama-Juana“-Schnaps aus. Wow, so einen herzlichen Empfang in einem solchen Touriort hätte ich echt nicht erwartet!

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