El Mogote – Aufstieg mit Ganzkörperworkout

Der südwestlich von Jarabacoa gelegene, ca. 1200 m hohe El Mogote ist quasi der Hausberg der Stadt. Von unten sieht er recht harmlos aus, aber der Aufstieg hatte es echt in sich und brachte Ganzkörpermuskelkater in den darauffolgenden Tagen der Tour mit sich. Sarah und ich starteten vergangenen Samstagmorgen und ließen uns von einem Motoconcho (Motorradtaxi) bis zu einem nahegelegenen Hotel fahren. Von dort aus wanderten wir die Straße entlang und bogen dann zu einem Zisterzienserkloster ab, das am Fuße des El Mogote liegt. Es war gerade Gottesdienst und der Parkplatz voll mit fetten Autos. Wir bogen nun auf den gut sichtbaren Waldweg ab und begannen den zunächst gemächlichen Aufstieg im Wald.

Nach etwa zwei Stunden Laufen allerdings wurde der Weg zunehmend steiler, matschiger und rutschiger. Es war echt anstrengend und wir sehnten schon bald den Gipfel herbei. Nach einer kurzen ebenen Wegstrecke mit Blick ins grüne Tal und auf den wolkenverhangenen Gipfel mussten wir das wirklich anspruchsvollste Stück Weg meistern bis wir dann – endlich – den Himmel und die Gipfelwiese vor uns hatten. Kaum betraten wir das Gipfelareal standen wir auch schon starr wie die Salzsäulen: Eine Meute von etwa zehn Hunden kam laut kläffend auf uns zugerannt bis sie gottseidank von zwei älteren Herren zurückgepfiffen wurden. Noch halb unter Schock stehend setzten wir uns auf die Wiese des nebelumhüllten Gipfels und mussten erst einmal durchatmen bevor wir unser Picknick auspackten. Die Hunde erwiesen sich im Folgenden als völlig harmlos, aber verdammt neugierig. Die ganze Zeit blieben sie während des Picknicks nah bei uns stehen und beobachteten, was wir denn zu essen dabeihatten. Da wir aber nur „gesunde“ Sachen dabeihatten und keine Fleisch- oder Wurstwaren, war unser Essen nicht wirklich interessant für sie. Neben den Hunden rannte übrigens noch eine Henne mit ihren Küken umher, die sich immerhin über die Tomatengripse freuten. Und die zwei älteren Herren? Diese sind im Auftrag des Umweltbüros von Jarabacoa dort oben stationiert, da sie die Umgebung auf Waldbrände hin beobachten und diese dann ins Tal melden. Sie sind i.d.R. 15 Tage am Stück oben auf dem El Mogote, wobei sie – kaum vorstellbar – auf einem Pferd nach oben und wieder nach unten gebracht werden. Es scheint aber noch einen anderen, einfacheren Weg zum Gipfel zu geben und ich hoffe mal, dass sie diesen nehmen!

Denn: So anstrengend der Aufstieg gewesen war, so schwierig stellte ich mir den steilen, rutschigen Abstieg vor. Ganzkörpereinsatz war auf jeden Fall gefragt und manche Wegabschnitte rutsche ich einfach komplett in der Hocke hinunter. Das funktionierte auch ganz gut und so waren wir in weniger als zwei Stunden auch wieder unten. Völlig verschwitzt und verdreckt nutzten wir erst einmal die öffentliche Toilette des Klosters, um uns zumindest einigermaßen zu erfrischen und nicht allzu schlimm zu müffeln. Schließlich mussten wir ja noch mit einem Motoconcho zurückfahren und wollten nicht, dass uns der Fahrer wegen Geruchsbelästigung nicht mitnimmt. 😉 A propos: Zum Thema „Gut Riechen“ gibt es demnächst noch einen Blogeintrag zu einigen Alltagsbeobachtungen au der DomRep.

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