Jarabacoa auf Schleichwegen – Jamaca de Dios & Salto de Baiguate

Das zweite Wochenende in Jarabacoa nutzten Sarah und ich für zwei erste Ausflüge in die Umgebung, da die Stadt selbst doch recht wenig zu bieten hat. So machten wir uns vergangenen Samstagmorgen auf zum Bergrestaurant „Aromas de la Montaña„, das auf dem Projektgelände von „Jamaca de Dios“ (Die Hängematte Gottes) liegt und leider mit einem Hindernis verbunden war: Als wir am Eingangstor des Projektgeländes ankamen, hieß es, dass wir nicht weiter bis zum Restaurant hochlaufen dürften, sondern mit dem Auto fahren müssten. Blöd, wenn man kein Auto hat und blöd, dass wir das Auto, das uns angeboten hatte uns mitzunehmen, gerade abgelehnt hatten… Der Wärter war leider auch nicht zu einer Ausnahme zu bewegen. Wir kehrten um und gingen zurück zu einigen ärmlich aussehenden Holzhäuschen, an denen ein Feldweg vorbei den Berg hinaufführte. Wir hatten Glück: Es war eine Art Pfad, auf dem wohl Kühe den Berg hochgetrieben werden, der sich den Berg hochschlängelte und eine herrliche Aussicht auf Jarabacoa und Umgebung bot. Am Ende kamen wir sogar wieder auf der offiziellen Autostraße und fast am Restaurant heraus. Als wir weitere Wärter fragten, ob wir noch weiter den Berg nach oben gehen dürften, waren diese völlig verdutzt, als wir ihnen erzählten, dass wir zu Fuß auf einem anderen Weg zum Restaurant gelangt waren. Das gäbe nun ein Problem für den Rückweg, da wir ja offiziell mit einem Auto wieder nach unten fahren müssten. Wir mussten ihnen also versprechen, im Restaurant etwas zu trinken und dann ein Taxi zu bestellen um wieder nach unten zu fahren. Natürlich taten wir das nicht, sondern nahmen denselben Schleichweg nach unten, auf dem wir nach oben gekommen waren und sparten einige Pesos, die wir im Restaurant sonst für einen überteuerten Saft hätten ausgeben müssen. 😉

Wir stärkten uns in einem kleinen sympathischen kolumbianischen Restaurant in der Nähe unserer Wohngegend und nahmen dann Kurs auf zum Salto de Baiguate (Baiguate-Wasserfall), an der südwestlichen Ausfallstraße von Jarabacoa gelegen. Nachdem wir von der Hauptstraße abgebogen waren, folgten wir etwa 45 Minuten einem staubigen Weg vorbei an Kressefeldern und durch herrliche grüne Hügel hindurch. Als wir am Wasserfall ankamen, mussten wir leider feststellen, dass er nur wenig Wasser führte, wie uns unsere Kollegen und meine Gastmutter bereits prophezeit hatten. Momentan nämlich wird die Region hier von einer großen Trockenheit heimgesucht, die z. B. auch bewirkt, dass wir öfter kein Fließendwasser zu Hause haben und die Pumpe anstellen müssen, um Wasser aus dem Tank zu bekommen. Trotz Badeverbot waren einige Leute im Wasser: eine Gruppe Jugendlicher mit (vermutlich) alkoholhaltigen Drinks in Plastikbechern, Kinder und eine Familie, die sich im Wasser die Haare wusch… Nur eine kleine Verschmutzung im Vergleich zu dem ganzen Müll, der weiter unten noch in dem aus dem Wasserfall hervorgehenden Fluss landen wird…
Sonntag nutzte ich leicht muskelkatergeplagt zum Shoppen und etwas Spazierengehen in Jarabacoa, wie ihr auf den Fotos unten sehen könnt.

Ein Gedanke zu “Jarabacoa auf Schleichwegen – Jamaca de Dios & Salto de Baiguate

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