Kurze Stippvisite in Braga, dem „portugiesischen Rom“

Studentenstadt bzw. 2012 „Europäische Jugendhauptstadt“ & portugiesisches Rom, Barock & Klotzmoderne – Braga ist von Gegensätzen geprägt. Wir hatten leider nur Zeit für eine kurze Stippvisite in der nordöstlich von Porto gelegenen Stadt, da ich die Daten unserer Übernachtungsmöglichkeit in Porto beim Buchen verwechselt hatte und wir die letzte Nacht in Porto noch in ein Hotel umziehen mussten.

So schauten wir uns im Sauseschritt die von vielen Kirchen- und Klosterbauten (deswegen der Verweis auf Rom) geprägte Stadt an und aßen zum Mittag die Spezialität der Stadt, eine Art mit Hackfleisch gefüllte Blätterteigtasche (den genauen Namen habe ich leider vergessen). Danach lernten wir beim Espressotrinken in einem Café eine wichtige Lektion: Das Kaffeetrinken an einem der Tische draußen ist etwas teurer, als wenn man sich drin im Café bedienen lässt. Trinkt man seinen Kaffee direkt an der Theke, ist es am günstigsten. Das sollten wir morgens v. a. später beim Espressotrinken in Lissabon kurz vor dem Start zur Sightseeingtour noch oft beobachten: Alle, die morgens ein Café betraten, bestellten sich einen Espresso und ein süßes Teilchen an der Theke, hielten oft einen kurzen Plausch mit dem Wirt und zogen dann weiter. Vor allem ältere Leute haben noch diese Gewohnheit. Meist können Sie sich dann auch nicht auf einen entspannten Rentnertag freuen, sondern müssen vielfach arbeiten, um sich ihre mickrige Rente aufzubessern. So sieht man in vielen Restaurants, Cafés und Läden Mitarbeiter, die in Deutschland bereits die Rente genießen könnten. Die jungen Portugiesen zieht es ja zudem, wie im letzten Artikel beschrieben, für die Jobsuche zumeist ins Ausland. Das kuriose dabei ist, dass viele Portugiesen mittlerweile Jobs in den ehemaligen portugiesischen Kolonien, insbesondere Angola und Mosambik, annehmen.

Auf dem Rückweg zum Busbahnhof kamen wir an vielen hässlichen Klotzbauten vorbei, die die Fußgängerzone prägen. Dazwischen eingeklemmt: Barocke Kirchen. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.

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