Paris: Retour nach drei Jahren „absence“

Nach fast genau dreijähriger „absence“ verschlug es mich Ende Februar bis Anfang März diesen Jahres endlich wieder einmal nach Paris. Zuletzt war ich dort v. a. für die Recherche zu meiner Magisterarbeit gewesen, diesmal hatten wir von Arbeit aus Personalversammlung in Paris, da sich der Hauptsitz des DFJW hier befindet. Es war eine gute Gelegenheit einmal die Kollegen und die Räumlichkeiten vor Ort kennenzulernen. Das Wochenende vor der Personalversammlung nutzen Yasmin, die mitgereist und noch nie in Paris gewesen war, und ich zum Power-Sightseeing im Zentrum Paris‘. Wir übernachteten bei Couchsurfer Valérie im Multikulti-Stadtteil (sorry für die Phrasendrescherei!) Pantonville, der sich direkt neben Aubervilliers, der Partnerstadt Jenas, wo ich ja studiert habe, befindet. Es war wirlich ein bunter Menschenmix auf der Straße: Maghrebiner, Schwarzafrikaner aus allen möglichen Ländern, Chinesen, etc. Und an jeder Ecke gab es Tante-Emma-Läden mit der Aufschrift „Alimentation exotique“ (exotische Lebensmittel). Überhaupt nahm ich die – wie es ja immer so schön heißt – Einwohner mit Migrationshintergrund von Paris diesmal viel differenzierter wahr, einfach weil ich nun eine Zeit in Afrika (Marokko, Tansania) verbracht hatte und uns auch Couchsurfer Valérie, der selbst in Haiti geboren worden war, auf aus der Karibik stammende Leute aufmerksam machte. Yasmin besuchte auch noch das wohl sehr interessante Musée de l’Histoire de l’Immigration (Museum für Migrationsgeschichte), wofür ich leider keine Zeit hatte, es mir aber für den nächsten Parisaufenthalt schon fest vorgenommen habe.

Samstag und Sonntag durchwanderten wir das komplette Zentrum Paris‘ per pedes: Centre Pompidou, Hôtel de Ville (mit Schlittschuhlaufbahn davor), Quartier Latin, Institut du Monde Arabe, Arc de Triomphe + Champs Elysée (restlos überfüllt), Jardin de Tuileries (mit Zelten der Pariser Fashionweek) + Louvre by Night, Eiffelturm und natürlich durfte auch Montmartre nicht fehlen. Bevor wir jedoch oben auf dem Hügel der Sacré Coeur ankamen, aßen wir noch in einer kleinen senegalesischen Butze, deren (scharfes) Essen uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird… Vor der Sacré Coeur trafen wir schließlich Andrea, die ich noch aus Marokko kannte und die gerade ein Praktikum in Paris absolviert. Wir gingen ein bisschen in Montmartre spazieren und kamen eher durch Zufall am Arabe du Coin, dem „Araber an der Ecke“ wie man im Französischen sagt, sprich einem Obst- und Gemüseladen vorbei, an dem einige Szenen aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ spielen. Danach landeten wir obligatorischerweise noch im Amélie-Café „Les Deux Moulins“.

Neben Andrea traf ich mich noch mit Mauricio, den ich vor immerhin schon 5 Jahren (Kinder, wie die Zeit vergeht!) beim Filmfestival in Douarnenez getroffen hatte, wo ich eine Woche lang gearbeitet hatte. Er spielt parallel in zig Bands und so werde ich hier ein bisschen Schleichwerbung für ihn machen: http://mauricio-santana.com/

 

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