Grüezi – Sansibarisches Wiedersehen in Zürich

Da die Welt ja bekanntlich ein Dorf ist, verwundert es nicht, dass auch hier, back in Europe, ein sansibarisches Wiedersehen gab. Nachdem ich schon diverse Leute, die ich in Syrien und Marokko kennengelernt hatte, durch Zufall in Berlin aufgegabelt hatte, war es nun an der Zeit, jemanden, den ich aus Sansibar kannte, wiederzusehen. Und so beschloss ich Maki in Zürich zu besuchen, die dort nach 1,5 Jahren Freiwilligenarbeit auf Sansibar auf Master „Landscape Architecture“ studierte. Also, auf in die Schwyz wie es so schön dort heißt. Ich flog ausgerechnet an einem Freitag den 13. von Berlin nach Zürich und, obwohl ich nicht abergläubisch bin, waren um diesen Tag herum einige wirklich tragische Unglücksfälle passiert 😉 Den Tag vorher war mir ausgerechnet vor der Salsastunde der Schnürsenkel gerissen, am Morgen des 13.9. vergaß ich fast meinen Reisepass zu Hause, als mich Maki am Flughafen in Zürich abholte, riss mir der Träger meiner Handtasche und am übernächsten Morgen im Hostel musste ich mich durch einen Container schmutziger Bettwäsche wühlen, da ich aus Versehen meine Jacke samt Bettwäsche beim Auschecken in den Wäschecontainer geschmissen hatte. Typisch! :-S

In Zürich hatten wir leider nur einen Tag Zeit, so dass Maki und ich ein Sightseeing-Programm im Schweinsgalopp absolvierten: Unihauptgebäude (sieht innen aus wie ein italienischer Renaissancebau), Altstadt, Großmünster, Chinagarten, Centre le Corbusier, etc. Vielleicht war der kurze Aufenthalt auch ganz gut, gilt doch Zürich seit 2012 nach Tokio und Genf als teuerste Stadt der Welt. Diesen Eindruck konnten wir durchaus bestätigen – Supermarkt „Migros“ wurde schnell unser bester Freund.

In Zürich stapeln sich Kunstgallerien und kleine Kunstläden, überhaupt scheint Kunst überall in den Alltag integriert zu sein: Kunstinstallationen in einer Kirche, von Marc Chagall entworfene Kirchenfenster in der Frauenmünsterkirche, farblich genau abgestimmte Fensterläden und Schaufenster, das Le-Corbusier-Museum, das aussieht wie ein auseinandergefalteter Zauberwürfel, eine riesige unter der Decke hängende Niki-de-Saint-Phalle-Figur im Hauptbahnhof – und: Zürich besitzt einen Lichtmasterplan, den „Plan Lumière“, mit dem die nächtliche Beleuchtung der Stadtsilhouette genauestens geplant ist. Es sieht wirklich klasse aus, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit noch am Ufer der Limmat entlangspaziert. Tagsüber kann man übrigens mit einem normalen Ticket des öffentlichen Nahverkehrs ein paar Stationen mit einem Fährboot auf der Limmat umherschippern, was wir uns natürlich nicht haben nehmen lassen!

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