2. Akt: Córdoba – UNESCO-Weltkulturerbe an jeder Ecke

Nach Sevilla fuhr ich mit dem Zug nach Córdoba, wo mich Ivan, ein bulgarischer Couchsurfer, der dort gerade sein Erasmusjahr verbrachte, am Bahnhof abholte. Es war noch heißer als in Sevilla! Am zweiten Tag sah ich doch tatsächlich ein Thermometer, das 45°C anzeigte!!! Kein Wunder, dass sich tagsüber kein Mensch außer den (doofen) Touristen auf die Straße wagte. Zumal gerade große Sommerferien angesagt waren und die meisten Geschäfte zu hatten bzw. gerade einmal drei Stunden am Tag öffneten. Das hatte ich nun davon, dachte ich mir, vor der „Toten Hose“ des Ramadans flüchten und dann ins sommerurlaubsleere Südspanien fahren… Aber das tat der Stadt keinen Abbruch! Mit Ivan und zwei türkischen Couchsurferinnen stand die erste Sightseeingtour am Nachmittag und Abend auf dem Programm und am nächsten Morgen ging es gleich weiter. Wir konnten morgens kostenlos die Mezquita, die Kathedrale von Córdoba, besichtigen, die auf herrliche Art und Weise christliche und muslimische (maurische) Baukunst vereinigt. Erst war sie nämlich eine Moschee gewese, da Südspanien seit Beginn des 8. Jahrhunderts bis 1236 muslimisch regiert worden war, danach wurde sie seit der Reconquista (Wiedereroberung Spaniens durch die Christen) als Kathedrale genutzt. Im Anschluss war ich mit den beiden Türkinnen noch im Alcazar, dem Palast von Córdoba, und seinem herrlichen anadalusischen Garten. Dorthin kamen wir nachts übrigens ein zweites Mal, da unser Ticket auch die Licht- und Wassershow mit einschloss. Ein etwas langatmiges, aber sehr sehenswertes Spektakel!

Die ganze Zeit in Córdoba meinte ich übrigens marokkanische Elemente, Baustile und Farben zu entdecken. Oder waren es in Marokko einfach nur andalusische Elemente, Baustile und Farben gewesen, die dort Eingang gefunden hatten? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte, d. h. der gegenseitigen Vermischung und Beeinflussung in der maurischen Kultur und Architektur.

Ein Gedanke zu “2. Akt: Córdoba – UNESCO-Weltkulturerbe an jeder Ecke

  1. Pingback: Ein Couchsurfer kommt selten allein – Ausflug nach Erriadh und Ajim – Andarina vom Dienst

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