Wieviele Paradiese gibt es eigentlich in Marokko? Wochenendtrip nach Taghazout und ins Paradise Valley

Letzte Woche hatten  wir das Glück ein verlängertes Wochenende zu haben, denn am Montag, den 30. Juli, war aufgrund des Festtags zur Thronbesteigung Mohammed VI Feiertag. Also, nix wie weg aus der Großstadt und diesmal ab in den Süden. Es war das letzte Wochenende von Rodrigo, der Marokko verlassen und nach Australien gehen wird, und daher fiel seine Entscheidung auf Taghazout, ein verschlafener kleiner Fischerort nördlich von Agadir. Diesmal waren wir zu neunt und fast in derselben „Besetzung“ wie das Wochenende vorher unterwegs: Die portugiesische Fraktion bestehend aus Rodrigo, Luís und Marcia, die spanische Fraktion repräsentiert durch Alberto, Claire, eine Französin und schließlich Fredy, Nathalie und ich als deutsche Fraktion.  Dementsprechend durcheinander war dann auch immer das babylonische Sprachgewirr 😉

Die Fahrt nach Taghazout war schon ganz schön ätzend lang, dafür hatten wir schon eine herrliche Ferienwohnung direkt am Meer gebucht und wachten am nächsten Morgen mit dem Meeresrauschen in den Ohren auf. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir wahlweise am Strand bzw. Pool, erkundeten die herrlichen Grotten mit ihrem lila und grünem Gestein nah am Strand und nutzten die Ferienwohnungsküche bis zum Umfallen aus. Es gab schön gemütlich Frühstück auf dem Balkon und abends dann mal portugiesische, mal spanische Küche. Okay, die spanische Tortilla kannte ich ja noch, aber die portugiesischen Gerichte waren schon echt was Neues: Die Jungs hatten am Strand nämlich Muscheln und sogenannte „percebes“ (zu Deutsch „Entenmuscheln“) gesammelt, die man im heißen Wasser kocht, dann abkühlt und als Vorspeise isst. In Spanien und Portugal muss im Restaurant wohl 1kg davon allein schon 30 € kosten. Hatten wir ein Glück, dass die Dinger direkt bei uns am Strand zu finden waren! Und dann der Klassiker: Bacalhau, Stockfisch, für den es ja einem portugiesischen Sprichwort zufolge 1001 Rezepte geben soll. MMH!

Montag hatte sich unsere Gruppe dann auf fünf Personen verringert, weil manche doch schon nach Casa hatten zurückfahren müssen. So steuerten wir Übriggebliebenen ein weiteres Mal einen paradiesischen Ort Marokkos an, das Paradise Valley in den Vorläufern des Hohen Atlas. Im Oasental war es unglaublich heiß, aber der türkisblaue See versprach herrliche Abkühlung. Die Strecke zur Autobahn schließlich erinnerte in ihrer Abenteuerlichkeit sehr an den Tizi N’Test-Pass zwischen Marrakesch und Ouarzazate, den ich im Dezember mit Göran und seinem Vater entlanggefahren war.

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