Nachtrag zum Ramadanbericht

Hassan II-Moschee in Casablanca während der Ramadanzeit

So sieht es gerade nachmittags an der großen Hassan II-Moschee in Casa aus und so hört es sich an. Abends muss dann wohl der ganze Vorplatz mit Betenden gefüllt sein, weil gar nicht alle Leute in die Moschee reinpassen.

Hier noch ein paar sehr interessante Artikel zum Ramadan im Allgemeinen und teilweise mit spezifischen Infos zum Ramadan in Marokko:

„Ramadan ohne Ramadan“:

http://de.qantara.de/Ramadan-ohne-Ramadan/19584c20830i0p422/index.html

„Fastenzeit in Marokko: Politisierung des Ramadan“:

http://de.qantara.de/Politisierung-des-Ramadan/4156c143/index.html

„Ramadan in der islamischen Welt: Wenn der Glaube den Durst löscht“:

http://de.qantara.de/Wenn-der-Glaube-den-Durst-loescht/4008c142/index.html

Kleine Anekdote von gestern Abend: Anders als in den Jahren zuvor kann man in Marokko gerade als Ausländer auch keinen Alkohol mehr kaufen. Sonst war dies mit Vorweisen des Passes möglich, ist aber meiner Theorie nach dieses Jahr durch die neue islamistische Regierung unterbunden worden. Aber: Gestern Abend war ich mit zwei Freunden in Rabat im Irish Pub „Upstairs“, da wir wussten, dass dies eine der wenigen noch offenen Bars ist, in der auch Alkohol ausgeschenkt wird. Prompt werden wir am Einlass nach unseren Pässen gefragt, den aber keine dabei hat. Bei mir und Joseba reicht der Führerschein und Studentenausweis; Troels, der dänische Freund hat gar nichts dabei, sieht aber mit seinen blonden Haaren so unmarokkanisch aus, dass er auch reingelassen wird. Die Theke mit wenigen Tischen drumherum ist mit einem dicken Vorhang vom Rest der Kneipe abgetrennt; von den paar wenigen Leuten, die dort sitzen, schnappt man nur englische und französische Wortfetzen auf. Wir kommen uns schon ein bisschen kriminell vor wie wir hier unser Bier trinken …

Auch das Goldene M stellt sich auf Ramadan ein: „Während des Ramadans: Nur Kindern und Nicht-Muslimen wird im Restaurant serviert. Andere Bestellungen sind nur zum Mitnehmen möglich.“ (Abgesehen davon, dass auch Schwangere, Kranke und Frauen, die gerade ihre Tage haben, eigentlich was essen dürften…) Ab Sonnenuntergang gibt es dann aber sogar ein spezielles Ramadan-Menü zum Fastenbrechen.

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