Tiznit, Sidi Ifni, Legzira Plage, Mirleft und Agadir – letzte Reise in den Süden Marokkos vor dem Rückflug nach Deutschland

Nach längerer Blogabstinenz geht es nun endlich wieder weiter und zwar mit meiner letzten Reise während der Praktikumszeit, die mich Ende April in den Süden nach Tiznit, Sidi Ifni, Mirleft und Agadir geführt hat. Da runter gurkt man erst einmal ewig mit dem Bus, nämlich die ganze Nacht hindurch :-S In Tiznit angekommen, habe ich dann im nächstbesten Hotel gefragt, ob ich für ein paar Stunden mein Gepäck während einer kleinen Sightseeingrunde unterstellen kann, was den Hotelangestellten zwar nicht erfreute, was er dann aber doch bereitwillig gestattete. In Tiznit gab es an sich keine sonderlich sehenswerten Gebäude, aber zwei Dinge stachen ins Auge: die überall verkauften Lederschuhe, vor allem „Berbersandalen“, von denen ich mir auch ein Paar kaufte, und die Kleidung der Frauen. Deren Gewand, der Melhaf, erinnert laut Reiseführer schon sehr an die Kleidung der in der Sahara lebenden Frauen und besteht einfach nur aus einem großen, farbenprächtigen, dünnen Stoff, den sich die Frauen um Kopf und Körper schlingen.

Von Tiznit aus ging es per Grand Taxi (zu meiner Freude waren die Taxifahrer da unten sehr ehrlich und hilfsbereit!) nach Sidi Ifni. Die Stadt gehörte bis 1969 zur ehemaligen Kolonie Spanisch-Sahara und ist für ihre Art-Déco-Architektur bekannt. Sie ist ganz in weiß-türkis gehalten, wirkt herrlich verfallen und ist seeeeehr ruhig und entspannt. Ich kürte Sidi Ifni jedenfalls zu meiner Lieblingsstadt in Marokko! Etwas nördlich von Sidi Ifni liegt zudem noch der herrliche Strand „Legzira Plage“ mit seinen roten Felsformationen, wo zum Glück auch nicht viel los war. Von dort ist es auch nicht weit bis ins nächste verschlafene Küstenstädtchen Mirleft, wo es eine interessante Felsformation am Strand gibt, auf die man hochklettern kann und dann einen schönen Blick in die Umgebung hat.

Tja, und nach all diesen Herrlichkeiten ging es dann ins touristenüberlaufene Agadir. Die Stadt war 1960 einem Erdbeben zum Opfer gefallen und wurde bis auf die Kasbah auf dem umgebenden Berg komplett zerstört. Leider hat man sie ziemlich hässlich, nämlich mit viel kahlem Beton, wieder aufgebaut und außer den Stränden und dem Blick vom Berg herunter hat die Stadt eigentlich nichts Schönes zu bieten. Mein Hotel war ziemlich grottig, nämlich null Service, und über den Strand fegte an einem Tag ein grässlicher Sandsturm. Die Anfahrt zum Flughafen gestaltete sich auch ziemlich nervig, zumindest wenn man Kosten sparen wollte, nämlich: Hotel – Petit Taxi zum Grand-Taxi-Stand – Grand Taxi nach Inezgane (Dorf südlich von Agadir) – Bus zum Flughafen bei Inezgane. Dort angekommen wurde prompt auch eine Umfrage zur Zufriedenheit mit dem Flughafenservice durchgeführt, bei dir ich gleich mal anmerkte, dass ein Busshuttle direkt von Agadir auch keine schlechte Idee wäre… Denn die meisten Touris werden abgezockt, indem sie für ein Grand Taxi von Agadir bis zum  Flughafen bei Inezgane 15 € bezahlen. Bei meiner umständlichen Variante, die wohl auch jeder Marokkaner gewählt hätte, bezahlte ich gerade einmal 3 € – nun ja, Touristen werden eben als wandelnde Geldscheine wahrgenommen…

Am 1. Mai kam ich dann in Berlin an und war erst einmal verwundert, dass es wärmer als in Agadir war. Und wie ruhig es auf einmal überall war und wie menschenleer und breit die Gehwege. Und wieso muss man eigentlich an einer Ampel stehenbleiben und warten bis grün ist…?

Ein Gedanke zu “Tiznit, Sidi Ifni, Legzira Plage, Mirleft und Agadir – letzte Reise in den Süden Marokkos vor dem Rückflug nach Deutschland

  1. Die gleiche Frage stellte ich mich vor zwei Jahren, als ich nach dem Albanien-Tag wieder in Montenegro ankam. Man kann sich das aber auch nach der Ukraine fragen. Und vor allem: Wieso hält der Bus in Deutschland nur an Haltestellen und nicht dort, wo Menschen ein- oder aussteigen wollen?

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