Vannes & Golf de Morbihan

Und ein Besucher jagt den Nächsten. Am 17. April, ein Donnerstag, traf Dijana, eine Freundin aus Jena bei mir ein. Den Freitag verbrachten wir damit, welch Überraschung, uns die Stadt anzusehen. Leider regnete es den ganzen Tag, woran ich ja schon gewöhnt bin, nur Dijana vermieste es ein bisschen die Stimmung 😦

Am Abend nahmen wir den Zug nach Vannes, eine Stadt am Meer im Südwesten von Rennes, wo ich uns, mal wieder über den Hospitality Club, eine Übernachtungsmöglichkeit für das Wochenende organisiert hatte. Wir wohnten bei Céline in einem kleinen typisch bretonischen Haus mitten in der Pampa etwa 20 km von Vannes entfernt. Zum Glück konnte sie uns mit dem Auto vom Bahnhof abholen. Negativer Aspekt: Ihr Auto sah aus wie eine Müllhalde und alle Sitze waren mit Hundehaaren übersäht. Auch in ihrem Haus war es nicht besser, alles voll mit Hundehaaren – echt eklig, aber wir mussten uns das Wochenende wohl oder übel damit arrangieren.




Am Samstag besichtigten wir bei strahlendem Sonnenschein Vannes mit seinen bunten Fachwerkhäusern und schlenderten über den Wochenmarkt. In der Fischhalle kosteten wir zum ersten Mal in unserem Leben Austern! Was soll man groß sagen? Sehr salzig und wabbelig. Nichts, was ich jeden Tag essen müsste. Am Nachmittag machten wir in Célines Müllhalde, pardon Auto, einen Ausflug rund um den Golf de Morbihan, eine Bucht mit zahlreichen Inseln, in der Vannes eingeschlossen liegt. Die Landschaft erinnerte mich stark an die Küste vor Brest, wo ich mit Theresa unterwegs gewesen war: karg, ohne Bäume und klüftige Felsen.



Der Sonntag begann mit Regen. Wir ließen uns nicht davon zurückschrecken und nahmen die Fähre, um auf eine der Inseln im Golf, die Île d’Arz, zu gelangen. Schon bald nach unserer Ankunft dort klarte der Himmel auf und es tröpfelte nur noch ab und zu vom Himmel. Wir spazierten ausführlich auf der Insel herum, genossen die Ruhe und die schöne Landschaft mit ihren weiten Stränden, den saftig grünen Wiesen, den in allen Farben blühenden Sträuchern und den herrlich knorrigen Bäumen. Die Häuser der etwa 260 Inselbewohner waren echt niedlich anzusehen mit ihren Fensterläden in strahlenden Farben und dem bretonischen Backstein dazu.

Nach unserer erneuten kleinen Schiffstour ging es abends mit einer Mitfahrgelegenheit zurück nach Rennes, wo Dijana noch bis Dienstag blieb.

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