3. Station: Belleville & Mâcon

Dienstag morgen (26. Februar) setzte ich meine Tour mit dem Bus in Richtung Norden nach Belleville fort. Da es sich allerdings um eine ziemlich kleine Stadt mit einem winzigen Bahnhof handelte, konnte ich mein Gepäck nicht im Bahnhof einschließen und musste samt schwerer Kraxe in die Innenstadt trotten. Echt ätzend – ich war ganz schön sauer! Zum Glück konnte ich das Gepäck dann in der Touristinformation abstellen während ich mir das Hôtel Dieu (Herberge Gottes) von Belleville anschaute. Es handelt sich dabei im ursprünglichen Sinne um Pilgerherbergen, die im Laufe der Zeit aber ihre Nutzung änderten und zur Verpflegung von Alten und Kranken, z. B. während der Pest, dienten und von Ordensschwestern betrieben wurde. Im Deutschen könnte man die Einrichtung mit einem „Hospiz“ oder einem „Hospital“ vergleichen. Jede Person bekam ein Bett mit einem kleinen Schreibtisch zugewiesen, wurde mit Essen versorgt und stand unter ärztlicher Kontrolle.

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Nach der Besichtigung schulterte ich wieder meine Kraxe, schaute mir noch die Stadtkirche aus dem 12. Jahrhundert an und begab mich wieder in Richtung Bahnhof, denn mehr gab es einfach nicht zu entdecken – schon gar nicht, wenn man noch ein paar Kilo zusätzlich mit sich herumschleppt. Übrigens wurde auch in Belleville gerade die Fête des Conscrits gefeiert. Die ganze Stadt war mit bunten Wimpeln behangen und an einer Straßenecke konnte ich sogar einmal einen Blick auf eine Gruppe Jugendlicher in dem Festtagsaufzug erhaschen.
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Weiter ging’s nach Mâcon in die Bourgogne (Burgund). Auch dort keine Möglichkeit das Gepäck im Bahnhof zu lassen. Ich rief meine Gastgeberin Anthemis vom Hospitality Club an, die mich vom Bahnhof abholte und mit mir nachmittags prompt eine Autotour in der Umgebung, dem Mâconnais, machte. Wir passierten zwei interessante Felsformationen, die wohl auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören müssen, deren Namen ich bloß dummerweise vergessen habe … Mich erinnerten sie jedenfalls ein bisschen an das sächsische Elbsandsteingebirge.

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Am Abend schlenderte ich noch ein bisschen durch die Mâconer Innenstadt mit ihren verschlungenen Einkaufsstraßen und verbrachte danach die Zeit mit Anthemis, die mir echt Löcher in den Bauch fragte und sich über jeden französische Wort freute, dass ich sagen konnte 😉

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