Und wenn das 5. Lichtlein brennt dann hast du Weihnachten verpennt

dresden.jpg Heute muss ich doch endlich einmal meinen freien Abend nutzen um über meine letzten Erlebnisse zu berichten, die nun auch schon fast einen Monat zurückliegen…

weihnachtsstern.jpg Beginnen wir in der Vorweihnachtszeit: Nachdem ich meine erste Klausur hinter mich gebracht hatte, gings am 21.12.07 (Freitag) auf gen Heimat. Erst mit dem TGV von Rennes nach Paris, dann Übernachtung bei Bénédicte in Paris und schließlich am frühen Morgen den Eurolines-Bus direkt nach Dresden – letzteres ein wahres Erlebnis für sich! Da der Bus von Dresden bis nach Minsk weiterfuhr, hatte man einen (weiß?)russischen Busfahrer engagiert, der auch nur Russisch mit uns Fahrgästen (in der Mehrheit Weißrussen, in der Minderheit Deutsche) redete. Mit zumindest gebrochenem Englisch konnte er uns dann wenigstens die Pausenzeiten klarmachen. Abends dann der Clou: Zur Unterhaltung der Fahrgäste wurden hintereinander (!) drei Filme gezeigt. Diese waren natürlich entweder original russisch oder auf Russisch synchronisiert – war schon echt witzig Meg Ryan mal Russisch reden zu hören! So konnte ich zumindest meine bruchstückhaften Einzelwort-Russischkenntnisse aufpolieren 😉 Leider konnte man die Lautstärke nicht regulieren und es gab auch keine Kopfhörer wie im Flugzeug, so dass die Filme allmählich in eine nervtötende Dauerbeschallung ausarteten. Zudem noch hatten wir durch die zahlreichen Zwischenstops eine Verspätung von 2 Stunden angehäuft, so dass sich die Fahrt in dem seit dem letzten Zwischenstop proppevollen Bus ewig hinzog. Ich kam schließlich nach 2 Uhr nachts in Good Old Dräsdn an, wo mich meine Mutter und Schwester abholten.

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Am nächsten Nachmittag stand natürlich noch der obligatorische Striezelmarktbesuch, der Dresdner Weihnachtsmarkt, auf dem Programm und die nächsten Tage dann das alljährliche kalorien- und geschenkereiche Fest- und Feiertagszeremonial. Zum ersten Mal allerdings machten wir dieses Weihnachten eine Feuerzangenbowle („Traduction“ pour les amis francophones: punche à base de vin rouge et de rhum servi chaud et flambé) – Sehr lecker! (Siehe Fotos unten)

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In der kurzen Zeit nach Weihnachten traf ich mich natürlich auch noch mit allen Freunden aus DD und verbrachte Silvester schließlich in Freiberg, die Studienstadt meiner Schwester, wo wir in einem kleinen Studentenclub feuchtfröhlich ins neue Jahr hineinfeierten 😉

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Am 4.1.08 (Freitag) trat ich die Rückreise via München (Fotos unten) und Paris nach Rennes an. Obwohl ich wieder mal nicht schlafen konnte, war die Reise im Nachtzug doch weithin angenehmer als im Bus! Zumal ich durch einen Irrtum bezüglich der Wagennummer (was aber nicht schlimm war) in einem Abteil gelandet war, das ich die ganze Nacht über für mich hatte 🙂 Als ich dann das Bahn-Magazin aufschlug, fiel mir auch noch gleich ein Artikel über das Jenaer Unijubiläum (450 Jahre) in die Hände – da hatte jemand also gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet!

munchen1.jpg   munchen3.jpg   munchen4.jpg   munchen5.jpg No comment…

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Nach meiner Ankunft in Rennes raffte ich mich auf, um einige Tage mit Lernen zu verbringen. Und was soll ich sagen? Die Klausuren liefen aus meiner Sicht gar nicht mal schlecht! Aber abwarten Tee trinken bis die Ergebnisse raus sind…

Die Tage des mehr oder weniger fleißigen Lernens hatten in mir allerdings einen solchen Hüttenkoller, sprich eine Aversion gegen mein hühnerstallartiges Winzzimmer, erzeugt, dass ich erst einmal auf Reisen gehen musste. Aber dazu mehr im nächsten Eintrag.

2 Gedanken zu “Und wenn das 5. Lichtlein brennt dann hast du Weihnachten verpennt

  1. Es ist ganz nett von Dir, dass Du an uns Franzosen denkst und ein paar Begriffe erklärst! vielen Dank!

  2. „Hüttenkoller, sprich eine Aversion gegen mein hühnerstallartiges Winzzimmer“ – hihi, ich lach mich tot 😉 Nein nein, du hast mein volles Mitgefühl… Ich stelle mir gerade vor meine 26 m² gegen 9 m² eintauschen zu müssen… 😦

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