Vitré: Ein Ausflug mit Hindernissen

Samstag, 24.11.07: Geplanter Ausflug nach Vitré, Treffpunkt 12 Uhr Bahnhof Rennes. Ich machte mich gemütlich mit dem Rad auf zum Bahnhof, kaufte schon mein Zugticket während ich auf die anderen (Rianne, Emmiina und Maria) wartete und dann traf es mich wie ein Donnerschlag: Ich hatte meine Reduktionskarte für den Zug im Wohnheim vergessen – ZUT! Sprint zur Metro, in der Hoffnung in weniger als einer halben Stunde wieder am Bahnhof zu sein. Ich versuchte vergeblich eine SMS an die anderen zu schicken, denn mit Empfang fürs Telefonnetz sieht es im Metrotunnel nun mal schlecht aus. Aussteigen – Sprint ins Wohnheimzimmer – Karte raussuchen – Sprint zurück zur Metro und zwischendurch Telefonat mit den anderen, dass sie mir den Bahnsteig durchgeben, da ich hoffentlich noch rechtzeitig am Bahnhof ankomme. Raus aus der Metro – Mit immer schwerer werdenden Beinen nehme ich die endlos erscheinenden Treppen zum Ausgang. Rein in den Bahnhof – Bahnsteig registriert – Treppen – und dann: Ausgang zu meinem Bahngleis gesperrt. Also fix rein in den Fahrstuhl. Kurz vor der Abfahrt erreiche ich endlich den Zug, in dem die anderen mich schon ungeduldig erwartet haben. Puh, geschafft – was für ein Start! Warum ich mir so einen Stress gemacht habe? Der Zug nach Vitré (an der östlichen Grenze der Bretagne) fährt nur etwa fünf Mal am Tag und hätte ich den Zug nicht bekommen, hätte ich den Ausflug an diesem Tag streichen können. Aber so ist ja alles noch einmal gut gegangen – zumindest für mich…

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In Vitré angekommen, schlenderten wir durch die mittelalterlichen Straßen, die schon mit reichlich Weihnachtsdeko behangen waren, passierten eine alte Klosteranlage und kehrten an der Schlossmauer vorbei wieder in die Innenstadt zurück. Dort packten wir erst mal die Sandwichs aus und ließen uns unseren Mittagsimbiss in der strahlenden Sonne schmecken. Als wir wieder weitergehen wollten ein Aufschrei von Emmiina: Ihre Tasche hatte sich in eine klebrige Tropfsteinhöhle verwandelt, da sie aus unerklärlichen Gründen ihre offene Fantaflasche in die Tasche gelegt hatte. Prrrrr! Wir klaubten sämtliche Taschentuchvorräte zusammen um Handys, Portemonnaie und den restlichen Tascheninhalt wieder einigermaßen trocken zu bekommen. Das klappte auch ganz gut, nur dass nun die ganzen Sachen ein etwas eigentümliches Fanta-Aroma aufwiesen.
Unser nächstes Vorhaben, ein gemütliches Café in Vitré zu finden, erwies sich als äußerst schwierig. Irgendwie existierten hier generell fast keine Cafés und wenn dann waren sie geschlossen. Doch nach ausreichender Suche wurden wir endlich fündig: Ein in mediterranen Farben gehaltenes Café mit einem Gebäckangebot zum Niederknien 😉 und dem größten Teeangebot, das wir jemals in einem französische Café gesehen hatten. Denn eins muss ich mal sagen: Von Tee haben die Franzosen einfach mal gar keine Ahnung! Selbst im größten Supermarkt ist das Angebot äußerst dürftig und losen Tee, den man bei uns ja mittlerweile auch bei Aldi kaufen kann, gibts hier wirklich nur im Teeladen. Soweit mein Teeexkurs. Nach dem obligatorischen Cafébesuch erkundeten wir noch ein bisschen den anderen Teil der Stadt. Beim Besuch der größten Kirche Vitrés wurden wir, kaum eingetreten, gleich wieder mit einer barschen Aufforderung des Hausmeisters (oder sagt man Kirchenmeister?) rausgeschmissen – ist man hier gar nicht gewohnt, wo doch sonst immer alle so freundlich sind :-/ Naja, am zeitigen Abend nahmen wir den Zug nach Rennes zurück und schlossen den Tag mit einem leckeren Nudelgericht bei Rianne ab.
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