Ausflug nach Brocéliande

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Ich bitte um Verzeihung, wenn ich jetzt jemanden in große Verwirrung stürze, aber heute muss ich meine lineare Erzählform einmal aussetzen und noch einmal von letzter Woche berichten. Denn das möchte ich euch nicht vorenthalten: Letzte Woche Samstag stand ein Ausflug organisiert vom hiesigen Sprachenzentrum nach Brocéliande auf dem Programm. Es handelt sich um einen sagen- und mythenumwobenen Wald im Südwesten von Rennes gelegen. In diesem soll nämlich der weise Magier Merlin gelebt haben – manch einer erinnert sich vielleicht an die Arthussage, wenn nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Artus & http://de.wikipedia.org/wiki/Merlin. In den bretonischen Legenden spielt dann neben Merlin z. B. noch die Fee Viviane eine Rolle, die ein Schloss unter der Wasseroberfläche des Sees von Brocéliande besaß und in dem es so schön gewesen sein muss, dass man, einmal eingetreten, es nie wieder verlassen wollte. Daher auch der Name „Val sans Retour“ (Tal ohne Rückkehr), wie das Foto unten zeigt. Der See war tatsächlich ein bisschen mystisch, denn die Wasseroberfläche war unnatürlich ruhig und kein einziges Wellenkräuseln war zu sichten. Erster Anlaufpunkt nach dem See war der „Arbre d’Or“ (Goldbaum). Nachdem der Wald von Brocéliande 1990 fünf Tage lang gebrannt hatte, schuf ein Künstler diesen vergoldeten Baum umgeben von fünf schwarzen Bäumen um an den Brand zu erinnern. Ich fand ja, dass es fast ein bisschen kitschig aussah, aber gut…
arbre-dor.jpg  arbre-dor2.jpg Mittagspicknick wurde dann auf einer kleinen Anhöhe abgehalten, bevor es zurück in den kleinen Ort ging (dessen Namen ich leider vergessen habe). Dort besichtigten wir die kleine, aber ungewöhnliche Dorfkirche. Ungewöhnlich deshalb, weil sich bei der Gestaltung des Innenraums katholische und keltische Elemente mischten. So gab es z.B. ein Bild, auf dem Jesus das Kreuz trägt, und die keltische Fee Morgane neben ihm steht. Ähnliches war auch auf den viel zu bunten Kirchenfenstern zu sehen – ich fand es an sich alles ziemlich kitschig. Dieser „Keltkitsch“ soll vielleicht Touristen anziehen, denn neben der Touristeninfo haben wir folgendes Bild aufgenommen: Uäh !!!
kitsch-celtique.jpg see.jpg spinnennetz.jpg schild.jpg kirche.jpg

Nach der Dorfbesichtigung ging es wieder in den Wald – die „Fontaine de Barenton“ (Quelle von Barenton) musste besichtigt werden. An dieser sollen der Legende nach Merlin und die Fee Viviane zum ersten Mal aufeinander getroffen sein. Das Geheimnisvolle an der Quelle ist, dass aus ihr von Zeit zu Zeit kleine Luftbläschen an die Wasseroberfläche steigen, es aber keine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt…

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Nächster Ausflugsort war dann das Grab von Merlin – im Prinzip nichts weiter als zwei Steinblöcke (bestimmt Megalithen…). Der Sage nach soll man seine Wünsche auf einen kleinen Zettel schreiben, in die Steinzwischenräume stecken und dann warten bis sie einem von Merlin erfüllt werden.
merlins-grab.jpg Letzter Programmpunkt: Das Dorf Paimpont mit seinem Kloster. Letztendlich konnte man alle Ausflugsteilnehmer im einzigen Café des Ortes wieder finden, denn es hatte sich eine große Müdigkeit bei allen breitgemacht. So war dann auf der Rückfahrt im Bus auch deutlich weniger multikulturelles Geschnatter als auf der Hinfahrt zu hören. 🙂
wald4.jpg brucke.jpg rianne.jpg wald6.jpg hund-am-steuer.jpg


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