Bretonische Küche

Heute gibt es einen kleinen Exkurs in die bretonische Küche. Vor zwei Wochen nämlich hatte ich mich mit einem Mädchen vom „Hospitality Club“ (Internetplattform mit Leuten aus aller Welt, bei denen man kostenlos übernachten kann bzw. die einem ihre Stadt zeigen; Vorgänger von „Couchsurfing“) getroffen, die mich mit in ein typisch bretonisches Restaurant nahm. Was man hier an jeder Ecke essen kann sind Crêpes und Galettes, beides dünne Teigfladen. Der Unterschied ist, dass der Crêpesteig mit hellem Weizenmehl hergestellt wird und leicht süß schmeckt; Galettes dunkles Buchweizenmehl enthalten und leicht salzig schmecken. Zu Crêpes werden dann alle möglichen süßen Zutaten serviert, sei es Schokolade, Honig, Zucker oder Karamellcreme. Diese Karamellcreme jedoch ist hier ganz besonders, denn sie wird mit für die Bretagne typischer gesalzener Butter vermischt und als Brotaufstrich verkauft. Das schmeckt in etwa wie flüssige „Werthers Echte“-Bonbons und ist sehr sehr lecker! Die Galettes werden zum Beispiel mit Würstchen (Galettes saucisses), mit Käse oder Schinken gefüllt oder mit einem Ei serviert. Absolutes Highlight jedoch ist die „Reine de la Mer“ (Meereskönigin) – das sind Galettes mit verschiedenen Meeresfrüchten. Der große Unterschied zu Deutschland ist hier, dass es wirklich in jedem Supermarkt eine große Abteilung mit frischem Fisch und Meeresfrüchten gibt. Typisch außerdem ist, glaube ich, Entenleberpastete und Ziegenkäse in allen Varianten.

Und was trinkt man hier? Cidre natürlich. Doch im Restaurant wird dieser nicht in einem Glas wie im übrigen Frankreich serviert, sondern man trinkt ihn aus einem „Bolée“, einer Tasse, und schenkt ihn aus einem „Pichet“, einer Tonkanne, aus.

Kommt man an einem Bäcker vorbei, weiß man vor lauter kleinen süßen Gebäcken gar nicht, wofür man sich entscheiden soll: Brioches (Milchbrötchen) in allen Varianten, Gewürzkuchen, Baguette mit Schokostückchen, Croissants, etc. Okay, aber diese große Auswahl beim Bäcker ist nicht nur auf die Bretagne beschränkt, sondern erstreckt sich, glaube ich, über ganz Frankreich.

5 Gedanken zu “Bretonische Küche

  1. Hmmm lecker Brioche! Koennt ich mich reinlegen 😉 Da wuerde ich mich ja riesig freuen wenn du mir da zu Weihnachten eine Packung mitbringen koenntest O:-)

    Gruss aus Bristol 🙂

  2. Mit Schokoladenstückchen- will schließlich auch was davon haben 😀

    Liebste Grüße, derzeit auch aus Bristol 😉

  3. …habe heute mal wider deutsche Schokolade gekauft, weil sie billiger ist als die chilenische – kranke Blüten der Globalisierung…
    Ansonsten Spreise-technisch zu empfelen: Wilder Rababer – ca. 1m hoch, schmeckt wie normaler, wird aber hierzulande mit Salz (!) gegessen. Ich bevorzuge Zucker!
    Liebe Grüße aus Temuco,
    Jonas

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